Münchner-ukrainischer Picknick-Talk

Auch im 2. Kriegsjahr kommen Aktivistinnen aus der Ukraine zum CSD. Sie alle kämpfen: Um ihr Land, ihr Leben, die Freiheit und natürlich auch für Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTIQ*.

Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen, von unseren Kämpfen und unserer Geschichte. Wie geht es den Menschen dort? Was bewegt uns in München?

Triff Menschen aus Kyjiw, Odesa, Charkiw und München und bring dein Essen mit zum Picknick-Talk von Munich Kyiv Queer und dem LesbenSalon. Mit (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Lenny Emson, KyivPride
  • Evhenija Kvasnevska, OdesaPride, Queer Home Odesa
  • Anna Sharyhina, Sphere, Charkiw (photo)

Wann: Freitag, 23. Juni 2023, 18 Uhr
Wo: LeZ, Müllerstraße 26
Veranstalter: Munich Kyiv Queer, LesbenSalon, LeZ

So könnt Ihr schon jetzt helfen:


EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen und nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

Déjà-vu für einen guten Zweck. Im Geiste der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen München und Kyjiw haben sich Drag-Künstler*innen aus der Ukraine und Deutschland erneut mit Munich Kyiv Queer zusammengetan, um am 10. Juni mit einem unterhaltsamen Cabaret-Abend für die wichtige Arbeit Geld zu sammeln, die Munich Kyiv Queer für queere Kriegsopfer leisten. Vorhang auf!

Charmante Gäste, große Show: Die Münchner Drag Queen VICKY VOYAGE (u.m.) führt durch die internationale Cabaret-Welt. Denn Vicky ist immer eine Reise wert. Mit Charisma und klugem Witz geleitet sie ihr Publikum durch den Abend. Die Gäste erwartet ein buntes Potpourri ukrainischer und deutscher Drag-Kunst.

Bevor es auf der Bühne im Wirtshaus zum Isartal losgeht, präsentieren wir hier im Schnelldurchlauf unsere Gäste:

Beim Enfant Terrible der deutschen Burlesque-Szene RUBY TUESDAY wird es in jeder Hinsicht sehr heiß auf der Bühne. Ruby Tuesday tritt seit über zehn Jahren europaweit als Neo-Burlesque-Performerin auf. Diese Kunstform erlaubt es den Performenden nicht nur, selbstbestimmt auf kreative und humorvolle Weise mit Weiblichkeit und Sinnlichkeit zu spielen, sondern auch, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und Grenzen zu verwischen.

Ihre Wandlungsfähigkeit lässt Ruby in viele Rollen schlüpfen: Sie gibt das fluffige Bunny ebenso überzeugend wie den vor Männlichkeit strotzenden „Ruben Tuesday“ – Ruby war Münchens erster Drag King.

„Alle Menschen auf dieser Welt verdienen es, frei zu wählen, wen sie lieben, und zu sein, wer sie sind.“

Samantha Jackson

Die ukrainische Drag-Botschafterin SAMANTHA JACKSON aus Odesa hat eine große Bühnenpräsenz, ein großes Herz und eine noch größere Stimme. Alles an ihr ist groß. Vor allem die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat, die sie des Krieges wegen verlassen musste. Mit ihren Songs erinnert sie an die Ukraine.

Ihr Anliegen: Ein Leben in Freiheit! Samantha sagt: „Alle Menschen auf dieser Welt verdienen es, frei zu wählen, wen sie lieben, und zu sein, wer sie sind.“

Drag King Holey Father. Foto: Merlyn Charles Nieto

Das Münchner Drag-Phänomen HOLEY FATHER verbreitet blasphemischen Spaß, wo immer es kann. Mit einem Mix aus Popkultur und Sozialkritik bringt Holey die Leute zum Lachen, zum Weinen, aber auch zum Nachdenken.

AGNETA LINCHEVSKAYA aus Berlin ist eine Ikone der intellektuellen Erotik und die größte Regelbrecherin des Burlesque. Sie weigert sich hartnäckig, nach den Gesetzen des Genres zu arbeiten und setzt sich gerne durch. Sie wird verdächtigt, eine Doppelagentin zu sein, die als Kabarettistin undercover arbeitet – ultra sexy, aristokratisch, intelligent und extrem gefährlich! Äußerst verdächtig, nicht wahr? Seid bei „Munich Kyiv Extravaganza“ dabei, um die Wahrheit herauszufinden.

LIUDMYLA KURALIESOVA lebt zurzeit in der Schweiz. Die Sängerin aus Odesa fühlt sich in jedem Musikgenre sicher, von Rock bis Oper. Ihre Darbietungen sind von der ukrainischen Kultur durchdrungen. In jedem Lied spürt man die endlose Weite der ukrainischen Steppe, die warme Brise des Schwarzen Meeres und die Majestät der ukrainischen Karpaten.

Liudmyla verbindet in ihrer Kunst die unbändige Kraft einer unabhängigen Frau mit ihrer sensiblen lyrischen Natur. In ihrer Arbeit lenkt Liudmyla die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf den Krieg in der Ukraine. Sie glaubt an gleiche Rechte für alle Menschen.

„Gender is a construct, build your own.“

Merritt Ocracy

MERRITT OCRACY ist Münchens ukrainische*r Drag-Quing. Ein Faerie-Harlekin, ein Vintage-Fürst der schelmischen Abgründe, ein Crossover-Chamäleon, das Raum und Zeit durchfliegt und von irgendwoher aus dem Weltall auf der Bühne gelandet ist. Merritt sagt: „Gender is a construct, build your own.“

Munich Kyiv Extravaganza (Flyer: Stanislav Mishchenko) ist ein Charity-Abend für queere Kriegsopfer. Die Künstler*innen verzichten alle auf ihre Gage; der Eintritt kommt ukrainischen LGBTIQ* zu Gute, die in Not sind oder auf der Flucht. Am Eingang erwartet Euch am Infodesk das Team von Munich Kyiv Queer, um all Eure Fragen zu beantworten.

Munich Kyiv Extravaganza Cabaret-Abend zugunsten Munich Kyiv Queer
Wann: Samstag, 10. Juni 2023, 20 Uhr; Einlass/Bewirtung ab 18.30 Uhr
Wo: Wirtshaus zum Isartal, Brudermühlstraße 2
Tickets: 29 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren, KAUFEN
Veranstalter: Munich Kyiv Queer

So könnt Ihr schon jetzt helfen:


EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen und nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

In the spirit of the long-standing city partnership between Munich and Kyiv, drag artists from Ukraine and Germany have once again joined forces with Munich Kyiv Queer. They perform and raise money for the important work Munich Kyiv Queer conducts for queer war victims. Welcome to an entertaining cabaret evening on 10 June.

Charming guests, great show: Munich based Drag Queen VICKY VOYAGE (b.d.) leads the way through the international cabaret world. Because Vicky is always worth a trip. She guides her audience through the evening with charisma and clever wit. You can expect a colourful potpourri of Ukrainian and German drag art.

Before things get started on stage, we present our guests here in fast forward:

She is the enfant terrible of the German burlesque scene. When RUBY TUESDAY gets on stage, it’s getting hot. Ruby has been performing throughout Europe as a neo-burlesque performer for over ten years. This art form not only allows the performers to play with femininity and sensuality in a self-determined, creative and humorous way, but also to question social norms and blur boundaries.

Her versatility allows Ruby to slip into many roles: she plays the fluffy bunny just as convincingly as „Ruben Tuesday“ bursting with masculinity – Ruby was Munich’s first drag king.

„All people in this world deserve to be free to choose who they love and be who they are.“

Samantha Jackson

Ukrainian’s Drag Ambassador SAMANTHA JACKSON from Odesa has a big stage presence, a big heart and an even bigger voice. Everything about her is big. Especially the longing for her old homeland, which she had to leave because of the war. With her songs, she reminds us of Ukraine.

Her cause: A life in freedom! Samantha says: „All people in this world deserve to be free to choose who they love and be who they are.“

Drag King Holey Father. Photo: Merlyn Charles Nieto

Drag phenomenon HOLEY FATHER spreads blasphemous fun wherever it can. With a mix of pop culture and social criticism, Holey makes people laugh, cry, but also think.

AGNETA LINCHEVSKAYA from Berlin is an icon of intellectual eroticism and the biggest rule breaker of burlesque. She stubbornly refuses to work according to the laws of this genre and likes to assert herself. She is suspected of being a double agent working undercover as a cabaret performer – ultra sexy, aristocratic, intelligent and extremely dangerous! Extremely suspicious, isn’t it? Join „Munich Kyiv Extravaganza“ to find out the truth.

LIUDMYLA KURALIESOVA currently lives in Switzerland. The singer from Odesa feels confident in every musical genre, from rock to opera. Her performances are steeped in Ukrainian culture. In every song you can feel the endless expanse of the Ukrainian steppe, the warm breeze of the Black Sea and the majesty of the Ukrainian Carpathians.

Liudmyla’s art combines the irrepressible power of an independent woman with her sensitive lyrical nature. In her work, Liudmyla draws the attention of the world community to the war in Ukraine. She believes in equal rights for all people.

„Gender is a construct, build your own.“

Merritt Ocracy

MERRITT OCRACY is Munich’s Ukrainian Drag Quing. A faerie harlequin, a vintage prince of the mischievous abyss, a crossover chameleon that flies through space and time and has landed on stage from somewhere out there. Merritt says: „Gender is a construct, build your own.“

Munich Kyiv Extravaganza (Flyer: Stanislav Mishchenko) is a charity evening for queer war victims. The artists all waive their fees; the entrance fee will be donated to Ukrainian LGBTIQ* who are in need or on the run. At the entrance, Munich Kyiv Queer will be waiting at the info desk to answer all your questions.

When: Saturday, 10 June 2023, 8 p.m.; Admission from 6.30 p.m.
Where: Wirtshaus zum Isartal, Brudermühlstraße 2
Tickets: 29 euros plus booking fees, PURCHASE TICKETS HERE
Organized by: Munich Kyiv Queer

This is how you can help


INDIVIDUAL HELP Munich Kyiv Queer has its own fundraising campaign via www.paypal.me/ConradBreyer to support people in Ukraine who need help and are not organised in the local LGBTIQ*-groups. We can help fast, directly and unbureaucratically.

HELP FOR LGBTIQ* ORGANISATIONS To support LGBTIQ* in Ukraine we have helped set up the Alliance Queer Emergency Aid Ukraine, in which around 40 German LGBTIQ* Human Rights organisations are involved. All these groups have access to very different Human Rights organisations in Ukraine and use funds for urgently needed care or evacuation of queer people. Every donation helps and is used 100 percent to benefit queer people in Ukraine. Donate here

Questions? www.MunichKyivQueer.org/donations

Ганна рано усвідомила, що вона насправді асексуальна. Відтоді 29-річна дівчина повністю змінила своє життя. Однак війна знову повернула травматичний досвід, який вона вже пережила раніше. Наша колумністка Ірина Ганенкова зустрілася з Ганною.

Історія мого життя починалася у Харкові – це моє місто сили, місто моїх мрій, моя альма-матер. Воно навчило мене жити і виживати, кохати і боротися. Зараз уся країна перебуває у стані боротьби, але багато людей зтикалися з посяганням на їх власний простір ще до війни, до 2014 року.

Моя власна „війна“ почалася тоді, коли я усвідомила себе як людину, відмінну від інших, асексуальну. Але, незважаючи на це, я намагалася довести усім, що є „такою як всі“, не виділятися. Це призвело до того, що з’явилися проблеми з очерченням кордонів, і як наслідок – неприємні фізичні і психологічні наслідки.

Ганна. Фото: Ганна

Коли я розірвала відносини, які мали примусовий характер з боку партнера, і які я „верифікувала“ для себе, не знаючи тоді ще критеріїв екологічних стосунків, мені стало краще – фізично, звісно ж, і психологічно. І у той час я почала придивлятися до себе.

Мені було близько 16-17 років, коли я зрозуміла, що мене не цікавить секс, а здебільшого – – відносини з людиною, їх глибина та емоційне єднання. Тоді я вирішила почитати статті про це і дізналася про людей, які мають романтичний потяг, але не мають, або практично не мають фізичного – асексуали. З цього часу я почала трохи глибше цікавитися темами гендеру та статі, „нормами“ і виключеннями, які встановлювало суспільство.

Протягом життя, пізнаючи себе, я вибудовувала комфортні для себе і близьких людей кордони, взаємовідносини і продовжувала вивчати світ, відкриваючись йому наскільки це можливо, після пережитого колись насилля.

Cтрах за життя

Під час війни мій емоційний стан дещо погіршився. Як пояснила мені психотерапевтка, мій мозок боляче реагує на будь-які прояви агресії та насилля – як безпосередньо, так і опосередковано (наприклад, у новинах і т. п.), у зв’язку з чим у мене підвищилася чутливість до навколишніх подразників, і мої кордони, що я вибудовувала їх роками, стали більше схожі на кам‘ яну стіну – жорсткі та непривітні.

Я гадаю, на це вплинуло, окрім воєнного стану, ще кілька факторів, як наприклад стрес через відсутність постійної роботи, страх за життя – своє і близьких, через регулярні обстріли та пряму загрозу для життя…

Крім того, траплялося декілька інцидентів з домаганням на вулиці та кетколінгом, що остаточно замкнуло мене в собі. Травматичний досвід, який був згладжений добротою та ніжністю, знову націлив на мене свої ікла і вдарив тоді, коли я на це не очікувала. Ці домагання чоловіків поглибили мою нелюбов до себе, свого тіла і всього, що пов’язано хоч скільки завгодно дотично до теми сексуальності.

Моє життя як асексуалки протікало ще з дитинства – коли я аналізую себе у дитячі роки, у шкільні – помічаю епізоди, що вказують на це. Я вважаю, що це нормально – бути асексуалкою, надавати перевагу не тільки тілесним задоволенням, а також емоційним, інтелектуальним тощо. І для мене завжди це було нормою. А тепер, ось, ще додався психологічний фактор, помножений на зневіру в людях, які поглибили мене у впевненості, що те, як я живу – це вірно для мене і комфортно.

Хочу наголосити, що якщо ви відчуваєте проблеми, бажаєте поділитися ними, можна звертатися до психологів або психотерапевток – ці люди намагатимуться допомогти вам і зробити так, щоб ви почувалися собою, і – комфортно із собою. Я вважаю, це надважливо.

Коли відчуваєш тихий шелест листя…

За мої роки життя у мене відбувалися ситуації з порушенням моїх кордонів. І я гадаю, що не одна така. Про це важливо говорити – навіть наодинці з собою проговорювати, записувати у щоденник, щоб це не лишалося тільки травмуючим спогадом, а впліталося у тканину життя і робило нас сильніше.

Мені зараз, під час активної фази війни, дуже допомагають заземлитися речі, які впливають на відчуття – аромати, дотики, смаки, візуал: наприклад це може бути читання зі свічкою поряд, яка має ніжний заспокійливий аромат.

Або, наприклад, споглядання за світанками на вулиці, коли відчуваєш тихий шелест листя або співи маленьких пташок.

Впевнена, кожна людина має свої такі заземлюючі штуки, але вважаю найголовнішим пам’ятати, хто ми є, де ми зараз, і для чого. І звісно вірити у перемогу нашої країни, а також у те, що кожна та кожен з нас важливі, де б ми не були.

Ви можете допомогти


Індивідуальна допомога Munich Kyiv Queer має власну кампанію зі збору коштів: www.paypal.me/ConradBreyer – це кампанія для підтримки людей в Україні, з якими ми тісно співпрацювали протягом останніх десяти років. Вони наші друзі та партнери. Ми знаємо їх особисто і сумуємо за ними. Проте Munich Kyiv Queer – це ініціативна група, а не асоціація, тому ми не можемо видавати квитанцій про пожертвування. Але ми можемо допомогти швидко, прямо й безбюрократично. І ми це вже робимо.

Допомога ЛГБТІК* організаціям Для підтримки ЛГБТІК* в Україні ми допомогли створити Альянс Queer Emergency Aid Ukraine, до якого залучено багато німецьких правозахисних ЛГБТІК* організацій. Усі ці групи мають доступ до дуже різних правозахисних організаційв Україні та використовують зібрані кошти на терміново необхідну допомогу чи евакуацію квір-людей. Кожна пожертва допомагає і стовідсотково використовується на користь квір-людей в Україні. Тут ви також можете отримати квитанції про пожертвування. Пожертвувати можна ТУТ

Питання? www.munichkyivqueer.org/пожертви-2/

Hanna realised very early on that she is actually asexual. Since then, the 29-year-old has completely reoriented her life for herself. However, the war brings back the traumatic experiences she had before. Our columnist Iryna Hanenkova met Hanna.

The story of my life begins in Kharkiv. It is the city of my strength, the city of my dreams, my alma mater. It taught me how to live and survive, how to love and fight. Today my whole country is at war.

My own „war“ began when I realised that I was different, asexual. Nevertheless, I tried to prove to everyone that I was „like everyone else“ so as not to stand out. This had consequences.

Hanna. Photo: private

When I had the strength, I ended a relationship that was forced on me and felt better, physically of course and psychologically. At that time, I began to deal intensively with myself.

I was about 16 or 17 years old when I realised that I was not interested in sex, but mainly in relationships with people. I decided to read articles about it and learned about people who feel romantic but not physical attraction. Since then, I have been interested in the issues of gender and sex, in the „norms“ and the „exceptions“ that society has set for us.

I finally got to know myself, built boundaries and relationships that were comfortable for me and my loved ones. I explored the world and opened up to it as much as possible after all the violence I had experienced.

I built a wall around myself

During the war, my condition deteriorated. As my psychotherapist explained to me, my brain reacts painfully to any form of aggression and violence, both direct and indirect (e.g. in news). As a result, I became more sensitive to the stimuli around me. And my boundaries, which I had built up over the years to protect myself, soon resembled a stone wall. I was rigid and unfriendly.

I was stressed about losing my job, scared for my life …

This was compounded by harassment in the street, which eventually silenced me. The come-ons from men deepened my aversion to myself, my body and everything that had to do with sexuality in any way.

My life as an asexual and the confrontation with it have been going on since my childhood. When I analyse myself back then, I notice episodes that point to this. Today, I believe that it is normal to be asexual, to prefer not only physical pleasures, but also emotional, intellectual ones etc. That has always been the norm for me.

Over the years, I have experienced situations where my boundaries have been violated. And I don’t think I’m the only one. It’s important to talk about it so that it doesn’t just remain a traumatic memory, but is woven into our lives and makes us stronger.

The rustling of leaves calms me

Now, in the middle of the war, things that appeal to senses help to ground me: smells, touches, tastes, visual impressions. This can be reading by candlelight, for example. Or the sunrise outside, when the soft rustling of leaves or the chirping of small birds can be heard.

And of course I believe in the victory of our country and that each and every one of us is important, wherever and however we are.

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Stas hat seine Heimatstadt Kramatorsk des Krieges wegen verlassen. Besser ist sein Leben seitdem nicht geworden: Die Flucht trat er mit seinem Bruder an, der ihn ablehnt, weil er schwul ist. In Butscha traf er auf einen homofeindlichen Peiniger aus der Schulzeit. Sein Freund floh nach Polen und seinen Job hat Stas inzwischen auch verloren. Jetzt fragt er sich, wie das alles weitergehen soll. Unsere Korrespondentin Iryna Hanenkova hat mit Stas gesprochen.

Mein Name ist Stas. Ich komme aus Kramatorsk. 2014 schon habe ich diese Stadt mehrere Monate unter russischer Besatzung erlebt. Als Russland am 24. Februar 2022 seinen Krieg gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine begann, war ich also bereits vorbereitet auf das, was da kommt.

Mein Freund, heute Ex-Freund, lebte zu Beginn des Krieges in Butscha. Ihr kennt die Stadt aus den Nachrichten. Da ich mir nicht vorstellen wollte, was er dort durchgemacht hat, habe ich ihn bis heute nicht gefragt, was dort geschah. Er will auch nicht wirklich darüber sprechen; ich kann ihn gut verstehen.

Stas. Foto: privat

Aber eines ist mir doch im Gedächtnis geblieben von dem, was er erzählt hat. Als er aus dem Luftschutzkeller kam, um nach Essen zu suchen, verlor er schnell wieder seinen Appetit, weil es überall nach verbrannten Leichen stank.

Im April 2022 beschlossen mein Bruder, seine Familie und ich, Kramatorsk zu verlassen. Gott sei Dank gab es zu dieser Zeit technische Probleme mit den Geldautomaten, so dass sich vor ihnen lange Schlangen bildeten. Ich stand lange an, um Geld zu holen, und wir kamen zu spät zum Bahnhof. An diesem Tag schlug eine Rakete in den Zug ein und tötete 30 Zivilist*innen. Über Hunderte Verletzte waren es. Vielleicht erinnert Ihr Euch. Ich hatte einfach Glück.

Vorwürfe, Streit, Demütigungen

Mein Bruder und ich kommen nicht gut miteinander aus. Er ist nicht glücklich damit, dass ich schwul bin. Nachdem wir nach Dnipro geflohen waren, begann ein Monat voller Erniedrigungen. Ich lebte in einem separaten Zimmer, das ich kaum verließ, und kommunizierte nicht mit ihm und seiner Frau, weil wir immer gleich zu streiten begannen. Ich beschloss, auszuziehen, denn ich fühlte mich verfolgt. Ich bildete mir ein zu hören, wie sie über mich tuschelten, obwohl sie gar nicht zu Hause waren.

Ich ging nach Butscha zu meinem Freund. Hier wohnten wir bei einer Klassenkameradin mit ihrer Familie und – Anton. Anton ist ein Freund des Ehemanns meiner Freundin, und Anton ist ausgerechnet der Typ, der mich in meiner Schulzeit mit seinen Freund*innen nach der Schule verfolgte, mich schlug und verspottete.

Die ersten Wochen waren echt hart: Wieder wurde ich daran erinnert, wer ich war. Die Angst aus meiner Kindheit lähmte mich, machte mich still. Aber mit der Zeit fanden wir zu einem einvernehmlichen Miteinander, obwohl er unerträglich blieb.

Eine Freundin überlebte nur knapp

Mit Einbruch des Winters wurde alles noch schwieriger: Ich verlor meinen Job wegen der ständigen Stromausfälle. Ich brauchte dringend warme Kleidung, denn in meinen Koffer hatte ich in der Panik nichts Passendes eingepackt. Mein Freund floh nach Polen. Ich musste ab sofort ganz allein mit Anton auskommen.

Neulich erst hat das russische Militär wieder meine Heimatstadt Kramatorsk bombardiert und Wohngebäude zerstört. Eine Freundin ist wie durch ein Wunder am Leben; eine Rakete hat ihr Haus getroffen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird, wie ich weiterleben kann, was morgen passieren wird und wie diese Geschichte enden wird. Solange dieser Krieg weitergeht…

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EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen und nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

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Neuer Termin wegen großer Nachfrage! 6.500 Kilometer mit dem Zug durch die Ukraine. Sibylle von Tiedemann war dort, wo gerade niemand sein will. Im Krieg. In der Ukraine. Bei ihrer #FundReise durch das geschundene Land besuchte sie Freund*innen und LGBTIQ*-Organisationen in Kyjiw, Odesa, Charkiw und wurde mit offenen Armen empfangen. Im LeZ hat sie ihren Vortrag schon gehalten. Am Mittwoch, 29. März, lädt sie ab 19.30 Uhr nun nochmal ins schwul-queere Zentrum SUB, Müllerstraße 14. Mit ukrainischer Lotterie!

Erst war es nur eine vage Idee, aber sie nahm bald konkret Gestalt an. Ende November trat Sibylle, Mitfrau und -gründerin von Munich Kyiv Queer, außerdem promovierte Slawistin und Historikerin, ihre Reise in die Ukraine an.

Sie fuhr, weil sie vor Ort sein wollte. Bei ihren Freund*innen, in dem Land, das sie liebt, in der Stadt Kyjiw auch, die ihr in den vergangenen Jahren so sehr ans Herz gewachsen war.

Sibylle vor Panzern. Im Hintergrund: Die Sofienkathedrale. Foto: Sibylle von Tiedemann

Außerdem wollte Sibylle Spenden sammeln: für die Soforthilfe von Munich Kyiv Queer und die „Brücke für Kiew“, einen Verein, der sich für hilfsbedürftige Personen, insbesondere Kinder und kinderreiche Familien, finanziell schwache, gering verdienende und/oder auch Tschernobyl-geschädigte Personen in der Ukraine einsetzt. An Spenden – 18.000 Euro waren und sind das Ziel – kamen bislang knapp 14.000 Euro zusammen.

Spender*innen können Wein, Kaffee und Klopapier aus der Ukraine gewinnen

Am Ende blieb sie über einen Monat. Im schwul-queeren Zentrum SUB, Müllerstraße 14, wird sie am Mittwoch, 29. März, um 19.30 Uhr erneut einen Vortrag zu ihrer Reise halten. Die erste Veranstaltung dazu im LeZ war gut besucht; nicht alle Interessierte konnten teilnehmen. Deshalb zeigt Sibylle jetzt nochmal Fotos und Videos, spricht über ihre Erlebnisse. Die Moderation des Abends übernimmt Conrad Breyer, Sprecher von Munich Kyiv Queer.

Herzliche Einladung! Flyer: Stanislav Mishchenko

Unter Spender*innen (ab 50 Euro) – Munich Kyiv Queer unterstützt wie gesagt über eine private Spendenaktion ukrainische LGBTIQ* in Not mit Einzelfallhilfen – verlosen wir Mitbringsel aus der Ukraine, wie Craft Wein aus Odesa, Klopapier mit dem Konterfei Putins und Kaffee, auf dessen Packung der populär gewordene Spruch eines ukrainischen Soldaten prangt, der mit seiner Truppe auf der Schlangeninsel die Kapitulation verweigerte. Er sagte: „Russisches Kriegsschiff, f… dich!“

Sibylle war in den vergangenen Jahren oft in der Ukraine. Munich Kyiv Queer gibt es seit 2012. Die Gruppe setzt sich für die Menschenrechte von LGBTIQ* in Münchens Partnerstadt Kyjiw, inzwischen auch darüber hinaus ein. Sibylle hat die Gruppe bei ihren Aktionen häufig begleitet, etwa beim Pride.

Am Bahnhof in Kyjiw. Trotz Kriegs fahren die Züge pünktlich. Foto: Sibylle von Tiedemann

Für das NS-Dokumentationszentrum München hat Sibylle als wissenschaftliche Mitarbeiterin außerdem ehemalige Ostarbeiter*innen interviewt, die in der NS-Zeit zur Zwangsarbeit nach München deportiert worden waren.

2018 hat sie das Gedenkbuch für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde für das NS-Dokumentationszentrum und den Bezirk Oberbayern mitherausgegeben. Es war ein Meilenstein in ihrem Engagement für diese vergessene Opfergruppe der NS-Gewaltherrschaft.

Sibylle am Strand von Odesa. Foto: Sibylle von Tiedemann

Ihre Reise hat Sibylle gut vorbereitet. Sie hat sich mit Expert- und Freund*innen ausgetauscht, die ihren Reiseplänen mit großer Wertschätzung begegneten. Auch die Menschen vor Ort begrüßten sie von Herzen. Von ihren persönlichen Beobachtungen hat Sibylle in einem vielbeachteten Blog berichtet, den man hier nachlesen kann.

Die Geschichten, die sie dort aufgeschrieben hat, berühren. Queere Menschen leiden im Krieg als vulnerable Gruppe besonders. Der Blog erzählt aber auch von Mut, kreativem Protest und Aufbruchstimmung, einem Alltag in dem von Putins Truppen terrorisierten Land.

Ihren Reisebericht versteht sie als Auftrag

Sie sagt: „Ich konnte es nicht ertragen, dem Elend von der Ferne zuzusehen, hier ein Herzchen über Facebook zu senden, dort ein #StandWithUkraine zu posten, da Geld zu überweisen.“

Sibylle vor zerstörten Häusern in Charkiw. Foto: Sibylle von Tiedemann

In Charkiw hat ihr eine junge Ukrainerin Häuser gezeigt, in denen bis vor Kurzem noch Menschen wohnten. Sie sind ausgebrannt. „Erzähl in Deutschland davon“, gab sie ihr mit auf dem Weg. Sibylle versteht das als Auftrag.

Wann: Mittwoch, 29. März, 19.30 Uhr
Wo: SUB, Müllerstraße 14, München
Kontakt: info@MunichKyivQueer.org
Veranstaltende: Munich Kyiv Queer, SUB, CSD München, Kulturreferat der Stadt München

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EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen und nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken. Wir helfen unsere Freund*innen und Partnern. Wir kennen sie persönlich und wir vermissen sie schmerzlich.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

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UNTERKUNFT FÜR QUEERE GEFLÜCHTETE AUS DER UKRAINE „Home is where the heart is“, lautet ein englisches Sprichwort, aber ein Herz alleine schafft noch keinen Wohnraum. Wir kümmern uns deshalb gemeinsam um Unterkünfte für queere Menschen. Wir mieten je nach Verfügbarkeit Zwei-, Drei-, Vier- oder Fünf-Zimmer-Wohnungen an und vermieten sie an Bedürftige in Form von Wohngemeinschaften weiter. Noch hat unser Verein keine Förderung, deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Wir müssen zum Beispiel Mieten und Kautionen vorstrecken, bis das Jobcenter einspringt.

  • Münchner Bank eG
  • IBAN DE16 7019 0000 0003 1425 66
  • Munich Queer Homes e.V.

Fragen? https://munichkyivqueer.org/munich-queer-homes/

Due to high demand we offer another lecture with Sibylle! On her charity trip through Ukraine, Sibylle von Tiedemann visited our friends and LGBTIQ* organisations in Kyiv, Odesa, Kharkiv and she was received with open arms. Sibylle has already talked about her trip at the lesbian community centre LeZ. On Wednesday, 29 March, at 7.30 pm, she now invites you to the gay community centre SUB, Müllerstraße 14. Join in!

At first it was just a vague idea, but it soon took shape. And then, end of November, Sibylle started her journey to Ukraine.

She went because she wanted to be there. With her friends, in the country she loves, in the city of Kyiv, which she had grown so fond of over the years.

Sibylle in front of tanks. In the background: Sofia Cathedral. Photo: Sibylle von Tiedemann

Sibylle also wanted to collect donations for Munich Kyiv Queer and the „Bridge for Kyiv“, an association that supports people in need, especially children and large families who have not much of an income.

Donors can win wine, coffee and toilet paper from Ukraine

In the end, she stayed for over a month. At the gay-queer centre SUB, Müllerstraße 14, she will give a new lecture on her journey on Wednesday, 29 March, starting at 7.30 pm. Her first event in February was well attended; not all those interested were able to participate. That is why she is going to show photos and videos and talk about her experiences again. The evening will be moderated by Conrad Breyer, spokesperson for Munich Kyiv Queer.

Warm invitation! Flyer: Stanislav Mishchenko

Among donors – the goal was to collect 18,000 euros, nearly 14,000 we got so far – we will raffle off souvenirs from Ukraine, such as craft wine from Odesa, toilet paper with Putin’s portrait and coffee with the popular slogan of a Ukrainian soldier who refused to surrender with his troops on Snake Island. He said: „Russian warship, f… you!“

Sibylle has been to Ukraine many times in recent years. Munich Kyiv Queer exists since 2012 and Sibylle co-founded the group. For several years she also was a spokesperson. We campaign for the Human Rights of LGBTIQ* people in Munich’s twin city Kyiv and beyond. Sibylle has often accompanied the group during their activities, for example at KyivPride.

At the railway station in Kyiv. Despite the war, the trains run on time. Photo: Sibylle von Tiedemann

But Sibylle is a PhD Slavicist and historian, too. As a research assistant for the NS Documentation Centre in Munich, she interviewed former Ostarbeiter who were deported to Munich for forced labour during the Nazi era.

In 2018, she co-edited the memorial book for Munich victims of the National Socialist „euthanasia“ murders. It was a milestone in her work about this forgotten group of victims.

Sibylle on the beach in Odesa. Photo: Sibylle von Tiedemann

Sibylle prepared her trip very acurateley. She talked to experts and friends who really appreciated her travel plans. She was warmly welcomed by people in Ukraine. Sibylle reported on her personal observations in a well-received blog, which can be read here.

The stories she wrote are touching. Queer people suffer particularly as a vulnerable group in the war. But the blog also tells of courage, creative protest and a spirit of optimism in a country terrorised by Putin’s troops.

She sees her travelogue as a mission

She says: „I couldn’t bear to watch the misery from afar, to send a little heart via Facebook here, to post a #StandWithUkraine there, to transfer money.“

Sibylle in front of destroyed houses in Kharkiv. Photo: Sibylle von Tiedemann

In Kharkiv, a young Ukrainian woman showed her houses where people had lived until recently. They were totally destroyed. „Tell them about this in Germany,“ she begged her. Sibylle understands this as a mission.

When: Wednesday, 29th of March, 7.30 p.m.
Where: SUB, Müllerstraße 14, Munich
Contact: info@MunichKyivQueer.org
Organized by: Munich Kyiv Queer, SUB, CSD München, Cultural Department of the City of Munich

This is how you can help


INDIVIDUAL HELP Munich Kyiv Queer has its own fundraising campaign via www.paypal.me/ConradBreyer to support people in Ukraine who need help and are not organised in the local LGBTIQ*-groups. We can help fast, directly and unbureaucratically.

HELP FOR LGBTIQ* ORGANISATIONS To support LGBTIQ* in Ukraine we have helped set up the Alliance Queer Emergency Aid Ukraine, in which around 40 German LGBTIQ* Human Rights organisations are involved. All these groups have access to very different Human Rights organisations in Ukraine and use funds for urgently needed care or evacuation of queer people. Every donation helps and is used 100 percent to benefit queer people in Ukraine. Donate here

Questions? www.MunichKyivQueer.org/donations

HOUSING FOR QUEER REFUGEES FROM UKRAINE LGBTIQ* often have seen discrimination in their lifes, therefore queer refugees are particularly vulnerable. Many are traumatised and now they experience re-traumatisation on the run. We want to offer them a home where they feel comfortable and can live without fear. Depending on availability, we rent two-, three-, four- or five-room flats and sublet them to people in need as shared flats. Our association does not have any funding yet, so we depend on donations. For example, we have to advance rent and deposits until the State’s job centres step in.

Donate here:
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IBAN DE16 7019 0000 0003 1425 66
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6 500 кілометрів поїздом до України та Україною. Сибілла фон Тідеман була там, де ніхто не хоче бути. На війні. В Україні. Під час своєї #FundReise країною, що зазнала атаки, вона відвідала друзів та ЛГБТІК* організації в Києві, Одесі та Харкові, де її зустріли з відкритими обіймами. У середу, 29 березня, вона запрошує на зустріч до гей-квір-центру SUB, Мюллерштрассе 14, початок о 19:30. Під час заходу буде проведена українська лотерея!

Спочатку це була лише розпливчаста ідея, але незабаром вона набула конкретних обрисів. Наприкінці листопада Сибілла, членка та співзасновниця Мюнхен Київ Квір, а визнана славістка та історикиня, розпочала свою подорож до України.

Вона поїхала, бо хотіла бути там. З друзями, в країні, яку вона любить, в місті Києві, яке за ці роки їй так припало до серця.

Сибілла перед танками. На задньому плані – Софійський собор. Фото: Сибілла фон Тідеманн

Сибілла також збирала пожертви: на програму екстреної допомоги від Мюнхен Київ Квір та  для „Мосту до Києва“, асоціації, яка підтримує людей, що потребують допомоги, особливо дітей та багатодітних сімей,  людей, що  у фінансовій скруті, малозабезпечені та/або постраждали від Чорнобиля в Україні. Пожертви – мета була і є 18 000 євро – на сьогоднішній день склали 14 000 євро.

Донори можуть виграти вино, каву та туалетний папір з України

Зрештою, вона залишилася в Україні більше місяця. У середу, 29 березня, о 19:30, в гей-квір-центрі SUB, що на Мюллерштрассе 14, вона розповість про свою подорож, покаже фото і відео та поділиться своїм досвідом. Вечір модеруватиме Конрад Брайєр, спікер Мюнхен Київ Квір.

Щиро запрошуємо! Флаєр: Станіслав Міщенко

Серед донорів (50 євро і більше) – Мюнхен Київ Квір підтримує українських ЛГБТІК*, які потребують допомоги, через приватну кампанію зі збору коштів – ми розіграємо сувеніри з України, такі як крафтове вино з Одеси, туалетний папір з портретом путіна та каву з популярним гаслом українського солдата, який відмовився здаватися в полон разом зі своїми військами на Зміїному острові. Він сказав: „Російський військовий корабель, іди н***й!“.

За останні роки Сибілла багато разів бувала в Україні. Мюнхен Київ Квір існує з 2012 року і проводить кампанії на захист прав людини ЛГБТІК* у партнерському місті Києві та за його межами. Сибілла часто була частиною групи, наприклад, під час КиївПрайду.

На залізничному вокзалі в Києві. Незважаючи на війну, поїзди ходять за розкладом. Фото: Сибілла фон Тідеманн

Як наукова співробітниця Центру документації НС в Мюнхені, Сибілла також брала інтерв’ю у колишніх остарбайтерів, які були депортовані до Мюнхена на примусові роботи під час нацистських часів.

У 2018 році вона була співредакторкою книги пам’яті мюнхенських жертв націонал-соціалістичних вбивств „евтаназії“ для Центру документації НС та округу Верхня Баварія. Це стало важливою віхою в її відданості цій забутій групі жертв нацистської тиранії.

Сибілла на пляжі в Одесі. Фото: Сибілла фон Тідеманн

Сибілла добре підготувалася до поїздки. Вона поспілкувалася з експертами та друзями, які дуже схвально відгукнулися про її плани подорожей. Її також тепло зустріли місцеві жителі. Про свої особисті враження Сибілла розповіла в блозі, який отримав багато позитивних відгуків і який можна прочитати тут. Чекайте на нові дописи до блогу!

Історії, які вона записала – зворушливі. Квір-люди особливо вразливі на війні, проте блог також розповідає про мужність, творчий протест і дух оптимізму, про повсякденне життя в країні, яку тероризують путінські війська.

Вона розглядає свій звіт про подорож як місію

Вона каже: „Я не могла дивитися на страждання здалеку, відправити маленьке сердечко через Facebook сюди, написати #StandWithUkraine там, переказати гроші туди“.

Сибілла перед зруйнованими будинками в Харкові. Фото: Сибілла фон Тідеманн

У Харкові молода українка показала будинки, де донедавна жили люди, проте зараз вони стоять згорівші. „Розкажи про це в Німеччині!“, – сказала вона Сибіллі. Та сприняла це, як місію.

Коли: Середа, 29 березня, о 19:30
Де: SUB, Müllerstraße 14, Мюнхен
Контакти: info@MunichKyivQueer.org
Організатори: Мюнхен Київ Квір, SUB, CSD Мюнхен, Департамент культури міста Мюнхен

Ви можете допомогти


Індивідуальна допомога Munich Kyiv Queer має власну кампанію зі збору коштів: www.paypal.me/ConradBreyer – це кампанія для підтримки людей в Україні, з якими ми тісно співпрацювали протягом останніх десяти років. Вони наші друзі та партнери. Ми знаємо їх особисто і сумуємо за ними. Проте Munich Kyiv Queer – це ініціативна група, а не асоціація, тому ми не можемо видавати квитанцій про пожертвування. Але ми можемо допомогти швидко, прямо й безбюрократично. І ми це вже робимо.

Допомога ЛГБТІК* організаціям Для підтримки ЛГБТІК* в Україні ми допомогли створити Альянс Queer Emergency Aid Ukraine, до якого залучено багато німецьких правозахисних ЛГБТІК* організацій. Усі ці групи мають доступ до дуже різних правозахисних організаційв Україні та використовують зібрані кошти на терміново необхідну допомогу чи евакуацію квір-людей. Кожна пожертва допомагає і стовідсотково використовується на користь квір-людей в Україні. Тут ви також можете отримати квитанції про пожертвування. Пожертвувати можна ТУТ

Питання? www.munichkyivqueer.org/пожертви-2/

Житло для квір-біженців з України ЛГБТІК* часто стикалися з дискримінацією у своєму житті, тому квір-біженці є особливо вразливими. Багато з них травмовані, і тепер вони переживають повторну травму в бігах. Ми хочемо запропонувати їм дім, де вони почуватимуться комфортно і зможуть жити без страху.

Залежно від наявності, ми орендуємо дво-, три-, чотири- або п’ятикімнатні квартири і здаємо їх в суборенду людям, які цього потребують, як спільне житло. Наше об’єднання поки що не має свого фінансування, тому ми залежимо від пожертв. Наприклад, нам доводиться авансувати орендну плату та заставу, поки не втрутяться державні центри зайнятості.

Пожертвувати можна тут:

  • Münchner Bank eG
  • IBAN DE16 7019 0000 0003 1425 66
  • Munich Queer Homes e.V.

Питання? www.MunichQueerHomes.org

Iwan Gonzyk ist eine Diva, im Grunde aber einfach ein schwuler Mann. Nur, dass er manchmal gerne seine feminine Seite auslebt. Jetzt ist er Soldat. Unser Autor Evgen Lesnoy hat Iwan in seinem YouTube-Kanal interviewt. Auf der Grundlage des Video-Gesprächs ist dieser Text entstanden.

Iwan stammt aus der Region Cherson und zwar dem Teil, in dem gerade die russischen Besatzer ihr Unwesen treiben. Seine Eltern sind dort geblieben. Iwan selbst lebt schon seit einiger Zeit in Kyjiw.

Pole Dance auf High Heels

Unser Protagonist ist ausgebildeter Sanitäter. Er war bereits 2015 in der Armee, nahm an Kampfeinsätzen im besetzten Donbas teil.

Iwan ist ein kreativer Mensch: Er liebt das Tanzen und das Show-Business. Der gelernte Maskenbildner hat mit vielen ukrainischen Stars gearbeitet, die wir hier in Deutschland nicht kennen. Er hat selbst in Nachtclubs getanzt. Ein Mann beim Pole Dance auf Stöckelschuhen – was gibt es Schöneres!? Doch von dieser Welt musste er sich jetzt erstmal für eine Weile verabschieden.

Iwan in High Heels. Foto: privat

Als im Februar 2022 der große Krieg ausbrach, war Iwan klar, dass sein Land seine Dienste als Sanitäter jetzt erstmal dringender brauchte als eine Tänzerin an der Stange. Er packte seinen Rucksack, trat in die Armee ein und beschloss: Keine Geheimnisse mehr!

Die Offenheit mobilisiert Hilfe

Nichts mehr aus seinem Leben sollte vor irgendwem verborgen bleiben, schon gar nicht vor seinen Kamerad*innen! All die extravaganten Fotos und Videos auf Instagram waren ab sofort öffentlich zugänglich. In gewisser Weise war das sogar hilfreich.

All seine Follower, die mitbekamen, dass Iwan in den Kampf zog, sahen es jetzt auf Instagram und begannen, zu helfen.

Iwan organsiert Hilfe für Soldat*innen und die Menschen, die noch in den Städten nahe der Front wohnen. Er ist nicht mehr glamourös, sondern karitativ unterwegs, besorgte seinem Bataillon ein Auto, Waschmaschine und Mikrowelle. Über Medizin brauchen wir nicht zu reden.

Im Einsatz vor Bachmut

Aber Iwans Hauptaufgabe besteht jetzt eigentlich darin, Menschenleben zu retten. Mindestens dreimal pro Woche fährt er nach Bachmut, um dort verwundete Kämpfer*innen abzuholen.

Bachmut kennt man aus den Nachrichten! Seit einem halben Jahr versuchen die russischen Horden, die Stadt zu erobern.

Iwan führt auch einen Informationskrieg gegen Homo- und Transfeindlichkeit. Obwohl er in seinem Bataillon nicht direkt damit konfrontiert ist, muss er dennoch vieles erklären. Das archaische Verständnis von Familie und Liebe, insbesondere bei Menschen mit sowjetischer und postsowjetischer Erziehung, ist ein großes Problem.

Iwan sagt, dass er sich unter anderem deshalb geoutet hat, weil er sich wünscht, dass die Ukraine ein echtes europäisches Land wird, in dem Menschenrechte etwas zählen. Er sagt jetzt offen, dass er schwul ist und dass er im Krieg war, damit nach dem Sieg niemand sagen kann: Ihr LGBTIQ*-Leute wart nicht an der Front…

Russlands Staatsfeind: der schwule Mann

Im russischen Fernsehen wird er zur besten Sendezeit fast jede Woche als Hauptfeind vorgeführt. Wie kommt es, fragen die, dass sich ein Schwuler traut, sein Land zu verteidigen?

Einen Traum hat Iwan auch. Er möchte irgendwann einmal in zwei Ländern leben, der Ukraine auf der einen, in der Tschechischen Republik oder Spanien auf der anderen Seite. Er hat sich da noch nicht entschieden. Zuerst muss die Ukraine den Krieg gewinnen.

So könnt Ihr helfen


EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken. Wir helfen unsere Freund*innen und Partnern. Wir kennen sie persönlich und wir vermissen sie schmerzlich.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort wie dem KyivPride, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

UNTERKUNFT FÜR QUEERE GEFLÜCHTETE AUS DER UKRAINE „Home is where the heart is“, lautet ein englisches Sprichwort, aber ein Herz alleine schafft noch keinen Wohnraum. Wir kümmern uns deshalb gemeinsam um Unterkünfte für queere Menschen. Wir mieten je nach Verfügbarkeit Zwei-, Drei-, Vier- oder Fünf-Zimmer-Wohnungen an und vermieten sie an Bedürftige in Form von Wohngemeinschaften weiter. Noch hat unser Verein keine Förderung, deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Wir müssen zum Beispiel Mieten und Kautionen vorstrecken, bis das Jobcenter einspringt.

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