Munich-Ukrainian Picnic Talk

We enter the 2nd year of war and luckily activists from Ukraine will join MunichPride once again. They are all fighting: for their country, their lives, for freedom, visibility and acceptance of LGBTIQ*, of course.

We want to talk and learn from each other, from our struggles and our history. How are queer people in Ukraine right now? What’s our business in Munich?

Meet people from Kyiv, Odesa, Kharkiv and Munich. Bring your food to the picnic talk of Munich Kyiv Queer and LesbenSalon. We have invited (in alphabetical order):

  • Lenny Emson, KyivPride
  • Zhenia Kvasnevska, OdesaPride, Queer Home Odesa
  • Anna Leonova and Olena Hanich, Gay Alliance Ukraine, Kyiv (photo)
  • Anna Sharyhina, Sphere, Kharkiv

When: Friday, 23rd of June 2023, 6 p.m.
Where: LeZ, Müllerstraße 26
Organized by: Munich Kyiv Queer, LesbenSalon, LeZ

This is how you can help


INDIVIDUAL HELP Munich Kyiv Queer has its own fundraising campaign via www.paypal.me/ConradBreyer to support people in Ukraine who need help and are not organised in the local LGBTIQ*-groups. We can help fast, directly and unbureaucratically.

HELP FOR LGBTIQ* ORGANISATIONS To support LGBTIQ* in Ukraine we have helped set up the Alliance Queer Emergency Aid Ukraine, in which around 40 German LGBTIQ* Human Rights organisations are involved. All these groups have access to very different Human Rights organisations in Ukraine and use funds for urgently needed care or evacuation of queer people. Every donation helps and is used 100 percent to benefit queer people in Ukraine. Donate here

Questions? www.MunichKyivQueer.org/donations

Déjà-vu für einen guten Zweck. Im Geiste der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen München und Kyjiw haben sich Drag-Künstler*innen aus der Ukraine und Deutschland erneut mit Munich Kyiv Queer zusammengetan, um am 10. Juni mit einem unterhaltsamen Cabaret-Abend für die wichtige Arbeit Geld zu sammeln, die Munich Kyiv Queer für queere Kriegsopfer leisten. Vorhang auf!

Charmante Gäste, große Show: Die Münchner Drag Queen VICKY VOYAGE (u.m.) führt durch die internationale Cabaret-Welt. Denn Vicky ist immer eine Reise wert. Mit Charisma und klugem Witz geleitet sie ihr Publikum durch den Abend. Die Gäste erwartet ein buntes Potpourri ukrainischer und deutscher Drag-Kunst.

Bevor es auf der Bühne im Wirtshaus zum Isartal losgeht, präsentieren wir hier im Schnelldurchlauf unsere Gäste:

Beim Enfant Terrible der deutschen Burlesque-Szene RUBY TUESDAY wird es in jeder Hinsicht sehr heiß auf der Bühne. Ruby Tuesday tritt seit über zehn Jahren europaweit als Neo-Burlesque-Performerin auf. Diese Kunstform erlaubt es den Performenden nicht nur, selbstbestimmt auf kreative und humorvolle Weise mit Weiblichkeit und Sinnlichkeit zu spielen, sondern auch, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und Grenzen zu verwischen.

Ihre Wandlungsfähigkeit lässt Ruby in viele Rollen schlüpfen: Sie gibt das fluffige Bunny ebenso überzeugend wie den vor Männlichkeit strotzenden „Ruben Tuesday“ – Ruby war Münchens erster Drag King.

„Alle Menschen auf dieser Welt verdienen es, frei zu wählen, wen sie lieben, und zu sein, wer sie sind.“

Samantha Jackson

Die ukrainische Drag-Botschafterin SAMANTHA JACKSON aus Odesa hat eine große Bühnenpräsenz, ein großes Herz und eine noch größere Stimme. Alles an ihr ist groß. Vor allem die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat, die sie des Krieges wegen verlassen musste. Mit ihren Songs erinnert sie an die Ukraine.

Ihr Anliegen: Ein Leben in Freiheit! Samantha sagt: „Alle Menschen auf dieser Welt verdienen es, frei zu wählen, wen sie lieben, und zu sein, wer sie sind.“

Drag King Holey Father. Foto: Merlyn Charles Nieto

Das Münchner Drag-Phänomen HOLEY FATHER verbreitet blasphemischen Spaß, wo immer es kann. Mit einem Mix aus Popkultur und Sozialkritik bringt Holey die Leute zum Lachen, zum Weinen, aber auch zum Nachdenken.

AGNETA LINCHEVSKAYA aus Berlin ist eine Ikone der intellektuellen Erotik und die größte Regelbrecherin des Burlesque. Sie weigert sich hartnäckig, nach den Gesetzen des Genres zu arbeiten und setzt sich gerne durch. Sie wird verdächtigt, eine Doppelagentin zu sein, die als Kabarettistin undercover arbeitet – ultra sexy, aristokratisch, intelligent und extrem gefährlich! Äußerst verdächtig, nicht wahr? Seid bei „Munich Kyiv Extravaganza“ dabei, um die Wahrheit herauszufinden.

LIUDMYLA KURALIESOVA lebt zurzeit in der Schweiz. Die Sängerin aus Odesa fühlt sich in jedem Musikgenre sicher, von Rock bis Oper. Ihre Darbietungen sind von der ukrainischen Kultur durchdrungen. In jedem Lied spürt man die endlose Weite der ukrainischen Steppe, die warme Brise des Schwarzen Meeres und die Majestät der ukrainischen Karpaten.

Liudmyla verbindet in ihrer Kunst die unbändige Kraft einer unabhängigen Frau mit ihrer sensiblen lyrischen Natur. In ihrer Arbeit lenkt Liudmyla die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf den Krieg in der Ukraine. Sie glaubt an gleiche Rechte für alle Menschen.

„Gender is a construct, build your own.“

Merritt Ocracy

MERRITT OCRACY ist Münchens ukrainische*r Drag-Quing. Ein Faerie-Harlekin, ein Vintage-Fürst der schelmischen Abgründe, ein Crossover-Chamäleon, das Raum und Zeit durchfliegt und von irgendwoher aus dem Weltall auf der Bühne gelandet ist. Merritt sagt: „Gender is a construct, build your own.“

Munich Kyiv Extravaganza (Flyer: Stanislav Mishchenko) ist ein Charity-Abend für queere Kriegsopfer. Die Künstler*innen verzichten alle auf ihre Gage; der Eintritt kommt ukrainischen LGBTIQ* zu Gute, die in Not sind oder auf der Flucht. Am Eingang erwartet Euch am Infodesk das Team von Munich Kyiv Queer, um all Eure Fragen zu beantworten.

Munich Kyiv Extravaganza Cabaret-Abend zugunsten Munich Kyiv Queer
Wann: Samstag, 10. Juni 2023, 20 Uhr; Einlass/Bewirtung ab 18.30 Uhr
Wo: Wirtshaus zum Isartal, Brudermühlstraße 2
Tickets: 29 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren, KAUFEN
Veranstalter: Munich Kyiv Queer

So könnt Ihr schon jetzt helfen:


EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen und nicht an queere Organisationen angebunden sind. Das ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an Familie & Freunde senden“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

Wenn in Münchens Partnerstadt Kyiw CSD ist, läuft alles ein bisschen anders. Das beginnt schon beim Einlass: Wer beim Marsch mitlaufen will, muss durch einen Metalldetektor. Und die 1,2 Kilometer lange Strecke, die es zurückzulegen gilt, wird von allen Seiten abgeschirmt. In diesem Jahr hatten über 5000 Beamte den Korridor gebildet, in dem sich die 2500 Teilnehmer*innen bewegten. Trotzdem haben Nationalisten nach dem Zug sechs Männer verprügelt. Immerhin: Es war erstmals ein Wagen mit Drag Queens dabei. Zum CSD in München kommen jährlich 125.000 Leute und von der Polizei ist kaum etwas zu sehen bei der bunten Parade, die sich am 15. Juli wieder gut drei Stunden lang durch das Zentrum der Stadt schlängeln wird. Es ist eine queere Welt!

Grund zum Feiern gibt es trotzdem, denn der KyivPride wächst. 2013 hat er erstmals stattgefunden – mit damals 150 Aktivist*innen. München war dabei. Der CSD erweist seinem Partner-Pride die Ehre und lädt die Macher*innen ein, außerdem einige Vertreter*innen der großen LSBTI-Organisationen des Landes. LSBTI steht für Lesben, Schwule, Bi*, Trans* und Inter*. Für die 14 Gäste hat die Community ein attraktives Besuchsprogramm zusammengestellt: Sie lernen die Münchner Szene mit ihren vielen Gruppen und Vereinen kennen, einige städtische Stellen. Der Generalkonsul der Ukraine Vadym Kostiuk empfängt sie und natürlich Oberbürgermeister Dieter Reiter. Bei der Politparade laufen sie mit; auch auf der CSD-Bühne sind sie präsent.

Kreativer Protest gegen die Rechten

Freilich tragen die Ukrainer*innen wieder mit eigenen Programmpunkten zur Pride Week in München bei. So läuft im Kino Atelier, Sonnenstraße 12, im Rahmen der lesbisch-schwulen Filmreihe MonGay am Montag, 10. Juli, um 21.15 Uhr die Dokumentation Rainbow on Tour – wie kreativer Protest die Welt zu einem besseren Ort macht. Der Film berichtet von den Abenteuern, die die Münchner Künstlerin Naomi Lawrence im Mai 2016 auf ihrer Creative-Protest-Tour durch die Ukraine erlebt hat. Eine Premiere! In vier Städten gab sie Workshops. Ihr Ansatz: Mit Kunst die eigenen Anliegen zum Ausdruck bringen, Dinge nachhaltig verändern mit positiven Botschaften und das ohne großen Aufwand. Im Anschluss diskutiert Lawrence mit der Landtagsabgeordneten Claudia Stamm und der Filmemacherin Liudmyla Kyrylenko zum Thema: „Kreativer Protest – ein probates Mittel gegen den neuen Rechtspopulismus auch in Deutschland?“

Am 13. Juli dann gibt der Menschenrechtsaktivist und Trainer Yuri Yourski aus Tallinn im Sub ab 19.30 Uhr einen Video-Workshop mit dem Titel Social Video Advertisment – Wie man mit Bewegtbild für gleiche Rechte kämpft. Das Ganze in der Müllerstraße 43. Beide Veranstaltungen folgen dem diesjährigen CSD-Motto: „Gleiche Rechte. Gegen Rechts!“, unter dem heuer alle Veranstaltungen stehen.

Kein KyivPride ohne München

Die Kooperation zwischen CSD und KyivPride besteht seit 2012. Parallel besteht eine Szenekooperation, die die Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer koordiniert. Politische Aktionen, Kulturevents und Workshops gehören zum Austausch. Gemeinsam haben sie viel bewegt. Ohne München ist der KyivPride nicht denkbar.