Wer wir sind

Die Kontaktgruppe versteht sich als Schnittstelle zwischen der Münchner sowie der Szene in Kyjiw und anderer ukrainischer Städte; wir initiieren, vermitteln, konzipieren, koordinieren und setzen Projekte allein oder gemeinsam mit den Gruppen und Vereinen der jeweiligen Communitys um. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite.

In München gehören zu diesen Organisationen unter anderem die CSD-Trägervereine Lesbentraum LeTRa, Münchner Aids-Hilfe, Rosa Liste und das Schwulenzentrum Sub. Hinter der Kooperation stehen ebenfalls das Aufklärungsprojekt München für die Schulen, das Daneben (Subkultur für Frauen und Transgender), Diversity (Jugend), das Forum Homosexualität (Geschichtswerkstatt) sowie der Gay Outdoor Club GOC. Außerdem machen mit Gay & Gray, der Tennisclub InsideOut Munich, die Isarhechte (Schwimmer), die Lesben-Chöre Lilamunde und Melodiva, die mitteljungen Lesben MiLes, der MLC, der schwule Chor Philhomoniker und der Regenbogenchor. Es bringen sich ebenfalls ein Team München (Sport), TransMann, Queeramnesty, die Student*innen-Gruppe QueerCampus, die Mitglieder vom Queergottesdienst und das Film-Netzwerk Queerelations sowie VelsPol Bayern (Polizei) und viele andere mehr. Jede Menge Leute!

In Kyjiw eingebunden sind in erster Linie die Organisationen Fulcrum/Tochka Opori (Männer: Öffentlichkeitsarbeit, HIV-Prävention), Alliance.Global (Männer: Zentrum, HIV-Prävention, Beratung), Gay Alliance Ukraine (LGBT: Community Building, Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit) und ihre Queer Homes, Gay Forum Ukraine (LGBT: Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit/PR), Insight (Frauen/Transgender: Zentrum, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit), Nash Mir (LGBT: Öffentlichkeitsarbeit, Forschung, Trainings, Dokumentation) und die Elterninitiative Tergo. Auch mit Liga aus Mykolajiw (LGBT: Mobilisierung, Gesundheit, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit/PR), dem Frauennetzwerk Sphera in Charkiw und Gender Z (LGBT: Community Building, Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, HIV-Prävention) in Saporischschja arbeiten wir Münchner*innen zusammen.

Der CSD München und der KyivPride haben eine eigene Kooperation vereinbart. An ihren Projekten und Aktionen ist Munich Kyiv Queer stets beteiligt.

Team

In München gehören der Kontaktgruppe Einzelpersonen jedes Alters aus der Szene an, Frauen, Männer, Trans*. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen, bringen unsere ganz eigenen Lebens- und Berufserfahrungen ein. Jede*r ist willkommen; beitragen können alle etwas. Die Kontaktgruppe trifft sich immer am dritten Dienstag im Monat im Sub. Es gibt einen festen Kern und etliche Leute, die uns punktuell beistehen.

Wieland Arndt

Wieland_sWieland ist Arzt, „Hausarzt mit Leib und Seele“, wie er sagt. Seine Patient*innen wissen, dass er schwul ist. „Ich bin geoutet und akzeptiert.“ Das war nicht immer so. Sein Coming-out hatte Wieland spät. Er hatte große Angst davor, offen schwul zu leben. Münchner Szenevereine, wie der Gay Outdoor Club GOC und das Münchner Schwulenzentrum Sub, haben ihm die Sicherheit gegeben, den Schritt nach draußen zu wagen. Er fühlt sich in der Münchner Community gut aufgehoben, hat sie selbst geprägt mit dem GOC, der heute Teil des konservativen Deutschen Alpenvereins ist, und der Regenbogenstiftung, die er mitbegründet hat – zusammen mit seinem Mann Uwe. All das will er weitergeben, deshalb ist er bei Munich Kyiv Queer. Wieland ist die gute Seele der Gruppe, einer, der da ist, sich sorgt, aber auch schaut, dass es vorangeht mit der Arbeit in der Gruppe. In Konfliktsituationen kann er gut vermitteln.
„Wir haben für die Community in der Ukraine viel erreicht, der Pride in Kyjiw ist ein großer Fortschritt. Aber in der Gesellschaft ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, deshalb dürfen wir nicht locker lassen, unsere Freund*innen in der Ukraine zu unterstützen.“

George Austin-Cliff

schwimmt bei den Isarhechten. Als politisches Engagement würde er das aber nicht bezeichnen, eher als „freudiges Mitmachen“. Er ist eben gerne in der Community unterwegs. George hat ein Faible für alles Osteuropäische. 2012 gab er erstmals seiner Leidenschaft für Russland nach, zog nach Moskau und verliebte sich prompt. Eine Zukunft hatte die Beziehung nicht – eine Folge der restriktiven Politik des Landes gegenüber LGBTI. Das gesellschaftspolitische Klima in Russland machte eine binationale Liebe zweier Männer unnmöglich. Heiraten? Kinder? Vergiss es! Bis heute lassen George die Worte seines Ex nicht los. Und ihnen hat er es wohl zu verdanken, dass er zu Munich Kyiv Queer gekommen ist. In der Ukraine will er sich für gleiche Rechte einsetzen. Dort hat sein Anliegen wenigstens eine Chance.
„Ich hoffe, dass ich durch mein Engagement einen Beitrag dazu leisten kann, dass immer mehr Träume geträumt und gelebt werden können, ganz unabhängig davon, in welchem Land mensch geboren ist und heute lebt.“

Stefan Block

conrad_breyerUnser Mann mit Orientierung. Stefan ist Naturwissenschaftler. Er hat in München molekulare Biotechnologie studiert und kann ganz schön hands-on sein. Er bewahrt stets den Durchblick und begegnet jeder noch so schwierigen Situation mit Humor und Empathie. Engagement ist ihm wichtig. Bevor Stefan bei Munich Kyiv Queer angefangen hat, war er schon bei Diversity aktiv, dem Dachverband der LGBT-Jugendorganisationen in München. Für die Community in Osteuropa, die in vielen Ländern unter Druck steht, hat sich Stefan schon immer interessiert.
„Ich möchte auf die Lage in der Ukraine aufmerksam machen und mit Rat und Tat zu einer positiven Entwicklung vor Ort beitragen.“

Conrad Breyer

Im Münchner Schwulenzentrum Sub hat Conrad viele Jahre lang die Pressearbeit gemacht, seit Kurzem verantwortet er die PR vom Münchner CSD. Von der Ukraine wusste er bis zum Sommer 2012 nicht viel: Erst als er sich im Rahmen der Pride-Week mit den drei Gästen des Münchner CSD aus Kyjiw traf, um sich über die Pressearbeit dies- und jenseits der Schengen-Grenze zu unterhalten, hat er angefangen, sich für das Land und das Schicksal der Lesben, Schwulen und Transgender dort zu interessieren. Heut brennt er für das Thema. Er organisiert die Kontaktgruppe mit und verantwortet deren Pressearbeit. Sein Mann Stas koordiniert die Pride-Partnerschaft zwischen dem CSD München und dem KyivPride. Hauptberuflich arbeitet er als Redakteur und freier Journalist.
„Ich bewundere sehr den Mut und das politische Geschick dieser jungen Aktivist*innen in Kyjiw, die sich trotz widriger Umstände nicht unterkriegen lassen.“

Olena Ganich

hat eigentlich erst mit der Gay Alliance Ukraine zum Aktivismus gefunden. 2015 fing sie bei der ukrainischen LGBT-Organisation an. Seitdem hat sie sich dem Thema verschrieben: Sie arbeitet im Community-Building, mit Ehrenamtlichen, den Queer Homes des Landes, für den OdesaPride. An Munich Kyiv Queer schätzt sie die Effektivität und den kreativen Ansatz. Schon jetzt habe die Kooperation zwischen der Gay Alliance Ukraine und Munich Kyiv Queer gerade das ehrenamtliche Engagement von LGBT-Aktivist*innen in den Regionen deutlich vermehrt.
„Ich träume von einer starken und selbstbewussten ukrainischen LGBT-Community. Munich Kyiv Queer inspiriert mich in dieser Hinsicht sehr.“

Uwe Hagenberg (Sprecher)

Uwe HagenbergNatürlich hat Uwe genug zu tun. Die meiste Zeit während der Woche arbeitet er bei Siemens für Geld. Und bis heute wechselnd viel im Münchner Schwulenzentrum Sub „für die Ehre“, wie er sagt. Auch engagiert er sich im Vorstand einer evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, dort insbesondere für Geflüchtete. All das macht ihm Spaß, gibt seinem Leben Sinn. Uwe setzt sich fürs Zwischenmenschliche ein. Er unterstützt Leute; er sorgt dafür, dass es ihnen besser geht. Und das kann er auch gut, denn Uwe hat viel zu geben. Uwe war mit seinem Mann Wieland schon mehrmals beim KyivPride dabei; für Munich Kyiv Queer arbeitet er immer wieder an der beliebten Volunteer-Schulung für Kyjiwer Aktivist*innen. Seit 2016 spricht er auch für die Kontaktgruppe. Und Uwe war schon häufiger beim OdesaPride dabei, den Munich Kyiv Queer mit unterstützt.
„Der Besuch in Kyjiw hat mir das Thema Menschenrechte sehr nah gebracht; davon profitieren wir auch hier bei uns. Ich bin überzeugt davon, dass man die Welt von Mensch zu Mensch besser machen kann. In Kyjiw habe ich gelernt, dass die politische Arbeit damit Hand in Hand gehen muss.“

Thomas Kaiser

Schwimmen gehört seit jeher zu seinen Leidenschaften. Aus diesem Grund ist Thomas 2008, als er nach München zog, recht schnell auf die Isarhechte gestoßen. Die Isarhechte sind ein lesbisch-schwuler Schwimmverein, ohne den Thomas niemals so schnell Freunde in der fremden Stadt gefunden hätte. Das hat ihm gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Szene ist. Für den Osten hat er sich zwangsläufig schon als Kind interessiert. Der Importkaufmann ist an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen mit Blick auf den Eisernen Vorhang. Das hat seinen Sinn für Freiheit und Gerechtigkeit geschärft. Heute ist er der „Kyjiw-Beauftragte“ seines Sportvereins.
„Ich finde es genial, dass sich die Szene in München mit Kyjiw und der Ukraine vernetzt. Unsere Zusammenarbeit hat der Städtepartnerschaft neuen Schub gegeben.“

Kateryna Kudina

Katja ist eine Seele von Mensch. Die Ukrainerin lebt seit vielen Jahren in München, hat hier studiert und zuletzt an der Uni gearbeitet. Sie hat die Arbeit von Munich Kyiv Queer als Vertreterin der großen ukrainischen Community in der Stadt lange schon mit Wohlwollen beobachtet und sich dann entschlossen, selbst einzusteigen. Mit ihren Ideen, ihren Kontakten und ihrem Engagement ist sie eine große Bereicherung für die Gruppe. Sie ist mit dem ganzen Herzen dabei, denn nichts ist ihr mehr zuwider, als wenn Menschen ungerecht behandelt werden.
„Es geht um Menschenrechte und Menschenwürde in meinem Heimatland. Ich will, dass queere Leute in der Ukraine Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz genießen.“

Naomi Lawrence

naomiSie ist sicherlich die bekannteste Künstlerin Münchens, die sich für die LGBT-Community ihrer Heimatstadt einbringt. Ihre Werke sind in vielen Cafés und Einrichtungen der Szene zu sehen; vor wenigen Jahren ist eine Skulptur von Naomi ins Münchner Stadtmuseum aufgenommen worden. Für Kyjiw will sie sich einsetzen; es ist ihr ein Anliegen. Naomi sprüht vor Ideen. Zum CSD 2013 hat sie den Putin-Tank präsentiert, 2014 dann Freedom Bells aus Pappmaché, 2015 den Doppelkopf „Homophobia kills – Love heals“; sie hat in Odesa, Mykolajiw und Kyjiw ausgestellt und gibt immer wieder Kreativ-Workshops. Im August 2017 richtete sie in Odesa erstmals ein ganzes Festival rund um Creative Protest aus.
„Ob gerade die LGBTI-Szene diskriminiert wird oder andere Minderheiten, spielt für mich keine Rolle. Mir ist es wichtig, die Menschen darin zu unterstützen, ihre eigenen positiven Ziele und Ideale zu erkennen und zu verfolgen. Dann sind sie nicht mehr empfänglich für negative Propaganda, die von korrupten und ungerechten Systemen eingesetzt wird, um von ihren eigenen negativen Handlungen abzulenken.“

Maximilian Leoson

interessiert sich schon aus privaten Gründen für unsere Arbeit: Der junge Aktivist hat familiäre Wurzeln in der Ukraine. Seine Familie hatte aber nie eine große Bindung zu dem Land, das er seitdem umso intensiver bereist. 2018 hat er den Westen besucht und war seitdem fasziniert von allem. Ein Jahr später war er das erste Mal Teil eines Jugendaustauschs, den Munich Kyiv Queer zwischen der Ukraine und Bayern organisiert hat. Seitdem ist er Mitglied der Gruppe. Maximilian lebt und studiert in Augsburg, um Gymnasiallehrer für Englisch und Spanisch zu werden. Nebenbei arbeitet er im Test-Team der Augsburger Aids-Hilfe und an einer Sprachenschule in München. In seinem früheren Leben war Max Intensivkrankenpfleger an der Uniklinik in Tübingen.
„Munich Kyiv Queer ist für mich die perfekte Plattform, mich sozial zu engagieren und Kontakte zur Ukraine zu knüpfen und zu halten.“

Oleksii

lebt und arbeitet seit Jahren in München. Aus der Ferne will er die LGBT-Community in seiner Heimat nach Kräften unterstützen. Das tut er mit Verve im Stillen. Unaufgeregt bringt er sich bei Munich Kyiv Queer ein. Mit Conrad kümmert er sich beispielsweise um die Inhalte auf unserer Website; Oleksii ist aber auch stets bei Projekten und Aktionen zugegen, wenn Hilfe gebraucht wird. Und das ist gar nicht selbstverständlich, denn der Mann ist beruflich sehr eingespannt.
„Man selbst zu sein, ist ein grundlegendes Recht jedes Menschen. Gerade dann ist der Mensch am wertvollsten für die Gesellschaft. Akzeptanz eines jeden, wie er ist, setzt ein großes Maß an Handlungen voraus und ich bin glücklich, mit meinem bescheidenen Beitrag bei einer großen Sache mitzuwirken.“

Stanislav Mishchenko

Stas_2Die Sache ist mitunter frustrierend. Seit Jahren setzt sich der junge Aktivist Stas für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender in seiner Heimat ein. Die Szene ist – auch dank ihm – sichtbarer geworden, lauter, verbindlicher. Ganz Europa unterstützt sie. Die Community ist dadurch aber auch bedrohter als früher und fast gar nichts bewegt sich auf staatlicher Ebene für die sexuelle Minderheit im Land. Stas hat lange für die Gay Alliance Ukraine gearbeitet, das Schwulenmagazin Stonewall, dann als Fundraiser für das Regional HIV Legal Network, das sich für die Rechte von Menschen stark macht, die HIV-positiv sind oder damit zu tun haben. Er organisiert bis heute im Vorstand den KyivPride mit, obwohl er inzwischen mit seinem Mann Conrad in München lebt. Nebenbei fotografiert er, er komponiert und ist als Grafiker tätig – ein Multitalent.
„Die Gesellschaft will, dass wir in unseren Verstecken bleiben. Wir aber sind da mit unseren Hoffnungen und Ängsten, unserer Liebe und Trauer und wir zeigen uns.”

Kamil Safin

So jung, so engagiert. Kamil kann sich schnell für etwas begeistern, wenn ihn etwas berührt. Für die LGBT-Bewegung in Osteuropa interessiert er sich seit Jahren, insbesondere in der Ukraine. Kamil kommt selbst aus Russland und weiß, was es heißt, als Angehöriger einer Minderheit ausgegrenzt zu werden. Dabei liebt er sein Land. Er ist mit ganzem Herzen dabei, wenn es darum geht, Menschenrechte für alle zu erkämpfen. 2019 wird er mit den Münchner Philhomonikern, einem schwulen Chor, zum ersten Mal am ukrainischen LGBT-Chorfestival in Odesa teilnehmen.
„Nachdem die Ukraine und Russland politisch leider mehr und mehr auseinanderdriften, finde ich es wichtig, zumindest eine soziale Zusammenarbeit weiterzuführen, um nicht zu vergessen, dass beide Länder sehr viel Gemeinsames haben. Je weiter man von zu Hause entfernt lebt, desto bessser versteht man ja, wie wichtig das ist.”

Olena Semenova

olenaSie ist eine kluge Frau, mutig und politisch, ein Organisationsfex und ein PR-Talent. Olena hat lange Zeit für den KyivPride die Pressearbeit gemacht, sie ist außerdem Mitglied im Vorstand von Liga. Die Organisation aus Mykolajiw hat sich früh LGBT-Rechten verschrieben. Olena ist eigentlich Ärztin; ihr Geld verdient sie aber inzwischen in der IT, nebenbei auch als Trainerin für Kettlebells und im Aktivismus. Der Kugelhantelsport war in Sowjetzeiten im Osten äußerst populär, im Westen ist er es heute auch. Der Sport bringt ihr den Ausgleich, den sie braucht, wenn sie sich mal wieder über die Verhältnisse in ihrem Land ärgert. Sie liebt es zu reisen; mit ihrer Frau ist sie ständig in der ganzen Welt unterwegs. Mit Olena zusammen macht die Kontaktgruppe sehr viel Öffentlichkeitsarbeit; sie hat ständig neue Ideen für gemeinsame Projekte.
„Ich wäre stets bereit gewesen, ins Gefängnis zu gehen für dieses dumme Gesetz, das so genannte Gay Propaganda verbieten wollte. Wir werden auch heute unseren Kampf gegen die Homophobie in Gesellschaft und Politik nicht aufgeben.“

Sibylle von Tiedemann (Sprecherin)

Monate lang kann Sibylle sich mit einem Projekt beschäftigen, bis es perfekt ist. Sie macht das oft, war früher jedes Jahr bei der Schulung ukrainischer LGBT-Ehrenamtlicher dabei, sorgt immer wieder für einen ukrainischen Part bei den Lesbenkulturtagen in München und ist – zusammen mit Uwe – Sprecherin der Kontaktgruppe; sie ist außerdem Gründungsmitglied. Die promovierte Slawistin freut sich über das Kyjiw-Projekt der Münchner LGBT-Community. Sie streitet seit jeher gegen alles, was unrecht ist, und da kann Sibylle sehr hartnäckig sein. Sie weiß, dass es in der Kontaktgruppe nicht nur darum geht, dass die einen den anderen helfen. Voneinander lernen können beide Seiten. Nicht nur ihre Sprachkenntnisse kann die Wissenschaftlerin da einbringen, sondern ihr ganzes Organisationstalent. Osteuropa hat sie schon immer fasziniert.
„Ich merke immer wieder, wie wenig wir über Osteuropa wissen, obwohl fast täglich in den Nachrichten berichtet wird. Die Kontaktgruppe ist für mich auch eine Möglichkeit, ein Fenster in die jeweils andere Kultur zu öffnen.“

Yuri Yourski

Yuri Yourski glaubt an Teamarbeit. Gemeinsam läuft’s besser. Deshalb ist er auch gleich zu Munich Kyiv Queer gekommen, als er in München eine der Workshopwochen zum Ehrenamt in der Community besucht hat, die Kyjiw und München seit vielen Jahren gemeinsam organisieren. Lange hat der Aktivist für die Gay Alliance Ukraine gearbeitet, inzwischen lebt er in Tallinn, Estland, und vertritt die Eurasian Coalition on Male Health, macht die Öffentlichkeitsarbeit für die Organisation. Die Lage in der Ukraine hat sich für LGBT zuletzt etwas gebessert, das gibt  ihm Hoffnung für die Zukunft. Aufgewachsen ist Yuri in Saporischschja. Er ist Spezialist für Antidiskriminierungstrainings, weiß, wie wichtig Aufklärung gerade unter jungen Leute ist und er beschäftigt sich viel damit, wie sich Wissen und Kunst nutzen lassen, um Intoleranz auch in Zukunft bekämpfen zu können.
„Leadership ist für mich eine Kunst. Ich fühle mich verantwortlich dafür und handle danach, mit anderen zu teilen, was ich weiß und was ich kann, meine Zeit und meine Energie, meine ganze emotionale Intelligenz, sodass andere ihr ganzes Potenzial ausschöpfen können, privat wie beruflich.”

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