Pressebilder

Deutsche Rechthaberei trifft auf ukrainischen Pragmatismus! Die Pasinger Fabrik präsentiert aus Anlass der Bayerischen Revolution 1918 eine Eventreihe zur Ukraine und zieht Parallelen. Es gibt Ausstellungen, Diskussionen, Vorträge und eine Lesung zum Thema. Die Gruppe Munich Kyiv Queer hat für das Programm viele Ideen eingebracht. Im Rahmen des Programms Learning from a good neighbour stellen die Künstlerinnen Naomi Lawrence und Patrica Scherer von Munich Kyiv Queer in der Pasinger Fabrik am 18. Oktober eine Installation vor, die auf revolutionäre Weise Nachbarschaftsklischees entlarvt und zum Miteinander führt. Das Publikum wird einbezogen. Bild Activist Artist

Münchens Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter*(LSBTI) zeigen sich großzügig. Die Comunity spendet über 7000 Euro für die Wiedereröffnung zweier Queer Homes in Odesa und Krywyj Rih, die die Gay Alliance Ukraine aus Münchens Partnerstadt Kyjiw betreibt und die im vergangenen Jahr schließen mussten, weil die Förderung aus dem Ausland (SIDA) dafür ausgelaufen war. Munich Kyiv Queer setzt dafür eigens ein Patenprogramm auf. Unter anderem warb der Lesbenchor Melodiva bei einer 490 Kilometer langen Radtour Kilometerspender*innen für die Aktion an. Eine Biketour für den guten Zweck – und das bei der Hitze! Bild Melodiva und Mitstreiterinnen.

Im Kleinen fing alles an. Zu dritt saßen sie im November 2012 in einem kalten Raum bei Diversity, Münchens LesBiSchwulem und Trans*-Jugendzentrum, und beschlossen, eine Kontaktgruppe zu gründen. Sibylle von Tiedemann, Stephan Weiß und Conrad Breyer. Das Münchner Schwulenzentrum Sub und die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen boten Starthilfe. Eine lose Initiative formierte sich, die zwischen Kyiw und München, den beiden Partnerstädten, Projekte vermitteln sollte. Das Ziel: gemeinsam die Menschenrechtslage für Lesben, Schwule, Bi*, Trans* und Inter* (LSBTI) in der Ukraine verbessern. Dort nämlich gelten vielen bis heute sexuelle Minderheiten als krank. Gut fünf Jahre ist das jetzt her. Seitdem ist viel Gutes passiert, was endlich einmal gefeiert werden will. Die Geburtstagsfeier startet am Samstag, 13. Januar, 19 Uhr, bei LeTRa, Angertorstraße 3. Hier geht es zum Flyer.

Theorie mit vielen praktischen Beispielen. Yuri Yourski von der Eurasian Coalition on Male Health in Tallinn, Estland, zeigt, wie man mit Videos Werbung für die gute Sache macht und Vorurteile abbaut, nicht nur im Netz. Er hat Erfahrung. Yourski arbeitet seit vielen Jahren als Trainer für Menschenrechtsfragen, insbesondere im Bereich LSBTI (Lesben, Schwule, Bi*, Trans*, Inter*). In seinem Workshop Social Video Advertisement geht es Yourski am 13. Juli 2017 auch darum, gegen Rechtsradikale und Populisten Stellung zu beziehen, die mit den immer selben Mustern Stimmung gegen sexuelle Minderheiten machen. Wie man Alliierte findet, unterschiedliche Zielgruppen zusammenbringt und einen Dialog führt. Jede und jeder kann diese Techniken lernen und einsetzen. In englischer Sprache, Übersetzung ins Deutsche. Eintritt frei. Foto

Mit einfachen Mitteln seinem Anliegen Ausdruck verleihen – das ist kreativer Protest. Friedfertig und positiv, ohne viel Aufwand, aber mit Spaß an der Sache. Die Künstlerin Naomi Lawrence reiste damit im Mai 2016 Jahres durch die Ukraine, bot Workshops zum Thema an. Die Filmemacherinnen Liudmyla Kyrylenko und Vera Yakovenko aus Kyiw haben sie begleitet. In ihrer Doku Rainbow on Tour erzählen sie am 10. Juli 2017, was Lawrence in den Tagen vor dem KyivPride 2016 erlebt hat. Foto

Anna MedkoVom Mut liebender Mütter erzählt die Ausstellung „Unsere Familien“. Die Fotoserie stellt Familien aus der Ukraine vor, zu denen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender gehören. Es sind Familien, die anders sind und darüber nicht länger schweigen wollen. „Unsere Familien“ berührt mit Geschichten von Verzweiflung und unerwarteter Solidarität, von Tränen und wärmenden Umarmungen, Gesprächen morgens in der Küche, über Bluts- und Seelenverwandtschaft, die Rolle der Gene und die Freiheit der Wahl. Und über die Träume einer Zukunft unter dem Regenbogen.  Konzipiert hat „Unsere Familien“ die ukrainische Elterninitiative TERGO. Seit 2013 bringt die Organisation Eltern zusammen, denen das Schicksal ihrer Lieben nicht gleichgültig ist. Foto 1, Foto 2, Foto 3

KyivPride 2016Trotz des eingeschlagenen EU-Kurses wachsen Homo- und Transphobie in der Ukraine. Im Kampf um Menschenrechte will die Kyiwer Community deshalb auch in diesem Jahr wieder für gleiche Rechte auf die Straße gehen. Die Partnerstadt München unterstützt sie dabei. Vom 6. bis 13. Juni lädt das International Forum KyivPride 2016 die gesamte LSBTI-Community des Landes nach Kyiw ein. Eine Woche lang gibt es politische, kulturelle und fachwissenschaftliche Veranstaltungen. Für Sonntag, den 12. Juni, ist die große, öffentliche Demonstration geplant. Die Landeshauptstadt erklärt sich solidarisch. Stadträtin Lydia Dietrich (Bündnis 90/Die Grünen) fährt mit nach Kiew – und zwar einmal mehr in Vertretung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). „Nach fünf Jahren großen Engagements seitens unserer Kyiwer Freundinnen und Freunde und der Kontaktgruppe Munich Kiev Queer erhoffe ich bei meiner nun fünften Teilnahme am Marsch der Gleichheit in Kiew einen friedlichen und menschenrechtswürdigen Verlauf. Ich erwarte zudem endlich eine deutliche Positionierung der Stadtspitze in Kyiw, die sich bisher ignorant gegenüber LSBTI-Menschenrechtsaktivist*innen in ihrer Stadt verhalten hat.“ Foto 1. Foto 2.

Rein ins LebenFür Lorenz Kloska ist „Rein ins Leben“ nicht nur ein Film; der Münchner Filmemacher kämpft seit vielen Jahren für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (englisch: LGBT) in Osteuropa. Für ihn ist die Dokumentation ein Mittel der Aufklärung. Im Rahmen der Kinoreihe MonGay für lesbisch-schwule-Trans*-Filme können sie sich die Münchnerinnen und Münchner im Atelier zum ersten Mal ansehen – und zwar am 11. Januar 2016 um 21.15 Uhr. Die Ukraine hat es Kloska und seinem Filmpartner Sascha Vinogradov angetan, insbesondere seit sich vor zwei Jahren in der Hauptstadt Kiew der Maidan formierte. Nach der „Revolution der Würde“ wandte sich der ehemalige Sowjetstaat dem Westen zu. Auch die Lesben und Schwulen des Landes hoffen seitdem auf eine Verbesserung ihrer Lage in einem Land, das im Osten Krieg führt und in dem Übergriffe gegen sexuelle Minderheiten zum Alltag gehören. Stills 1, 2, 3, 4. Bilder: Lorenz Kloska

Zhiva JaDie Geschichten sind wahr; in Szene setzen sie aber Schauspielerinnen des dokumentarischen Theaters Zhiva Ja. Der Name geht zurück auf die altslawische Göttin der Lebenskraft, Liebe und Weisheit, Zhiva, während das russische „Ja“ auf Deutsch „Ich“ bedeutet. Svitlana Hryhoriants und Anastasiia Kyrychenko werfen mit ihrem Theaterstück „Der Gesang, das Gedenken, die Zwiesprache, das Gebet“ einen Blick auf Genderrollen und Weiblichkeit. Dabei nehmen sie verschiedene Perspektiven ein immer mit der Idee, die innere Homophobie von Lesben gegen sich selbst zu überwinden und neue Freiräume zu schaffen. Zhiva Ja ist inspirierend und bezaubernd, offen und manchmal traurig. Wer sich aktiv beteiligen möchte, kann im Anschluss an das Stück als Teil der Inszenierung mit den sozialen Rollen, die Svitlana Hryhoriants und Anastasiia Kyrychenko auf der Bühne verkörpern, sprechen und diskutieren. Übersetzerinnen sind vor Ort. Das Theaterstück begleiten die Veranstalterinnen mit Musik und einer Fotoausstellung. Die Bilder geben den Frauen in der Inszenierung ein Gesicht! Svitlana Hryhoriants. Anastasiia Kyrychenko. Zhiva Ja.

Ivan KisilIvan Kisil lebt in Kiew. Weit weg von den malerischen Straßen und Parks im Zentrum seiner Heimatstadt liegt sein Viertel – inmitten von Betonblocks. Der Lehrer teilt sich eine Wohnung mit seiner Mutter. Niemand weiß, dass er schwul ist. Um allein zu sein, geht er raus und macht Fotos. Mit der Kamera vor dem Auge blickt Kisil auf Szenen, die sein Leben ausmachen – das Vorstadtleben. Seine Fotografien erzählen von Ivan, manchmal aber auch vom Leben seines Alter Ego, Brutt. Unter diesem Pseudonym, dem Namen seiner Lieblingsschokolade, veröffentlicht Kisil regelmäßig in einem Blog. Er schreibt dort offen, aber anonym, was er denkt und fühlt. Für seine Fotoausstellung nutzt der Künstler die Figur: Brutt kann das Leben leben, das Ivan als schwulem Mann in seiner Heimatstadt Kiew verwehrt bleibt. Ivan beobachtet nur, erzählt nach. Ivan Kisil. Sie plaudern. Er ist kein Schwuler.

Pour Monsieur„Familie ist, was wir draus machen!“ – lautet in diesem Jahr das Motto des Münchner Christopher Street Day. Im Rahmen der so genannten Pride Week bieten viele Münchner Organisationen, Vereine und Gruppen Veranstaltungen zum Thema an, so auch der CSD selbst. Gäste aus München und der Partnerstadt Kiew setzen sich in einer Podiumsdiskussion und einem Erzählcafé mit dem Familienbegriff auseinander. Lesbische, schwule und transidente Aktivist*innen tragen dazu ebenso bei wie zwei Mütter von homosexuellen Kindern. Im Vorfeld stellt eine Ausstellung mit Schokoladenpapieren Geschlechterrollen in Frage. Das Sub hat für die Podiumsdiskussion am 6. Juli um 19.30 Uhr den Bodybuilder Sviatoslav Sheremet-Sheremetiev von der LGBT-Organisation Gay Forum Ukraine nach München geholt, der mit Olena Shevchenko und Taras Karasiichuk zum Thema „Community ist doch auch Familie, oder nicht?!“ debattiert. Am 8. Juli sitzen dann Olena Globa und Birgitta Haug ab 19.30 Uhr im Erzählcafé. Es ist das erste Mal, dass auch Mütter aus der Ukraine zum CSD nach München kommen. Poster. Flyer.

Oleksandr Vytvitskyi Münchens Lesben-, Schwulen- und Trans-Gruppen haben sich für ihre Gäste aus der Ukraine ins Zeug gelegt. Eine Woche lang vermitteln in Workshops zum Thema Ehrenamtler-Schulung und Community-Building Vereine wie das Schwulenzentrum Sub, die Lesbenberatung LeTRa, die Münchner Aids-Hilfe, die Trans-Vertretungen Viva TS und TransMann, die lesbische Müttergruppe LesMamas sowie die Lesbenwander- und Bergtruppe Hike Dykes, wie sie das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder und Förderer schätzen und nutzen. Auch die städtische Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist beteiligt. In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es unzählige Organisationen, die sich mit den Anliegen homo-, bi- und transsexueller Menschen in München und Bayern beschäftigen. „Wir wollen den Neuankömmlingen unsere guten Erfahrungen mitgeben, die wir hier in München über Jahre hinweg mit dem Ehrenamt gemacht haben“, sagt Uwe Hagenberg, der die Workshop-Woche für CSD und Schwulenzentrum Sub initiiert hat und begleitet. Bilder: Mykola Maslov, Anna Sharyhina, Svitlana Dubyina.

Let's go to War!Sport und Kunst können die Welt verändern. „Politischer Widerstand, der kreativ ist, macht Spaß und hat Folgen“, sagt Naomi Lawrence. Die Münchner Künstlerin hat – zusammen mit anderen Künstlerkolleg*innen sowie Sportler*innen aus der Ukraine und Bayern – eine Ausstellung kuratiert, die sich mit eben diesem Thema beschäftigt. Es geht um „kreativen Protest“. In den Mittelpunkt von Sport. Art and Politics: Freedom Bells rücken die Veranstaltenden sieben von verschiedenen Designern aus Bayern und der Ukraine bemalte Kettlebells. Die Sportart ist hierzulande vergleichsweise unbekannt, doch eignet sie sich hervorragend dafür, das Konzept des kreativen politischen Widerstands in Szene zu setzen und greifbar zu machen. Denn das Training mit den Kugelhanteln ist ein gutes Ganzkörpertraining, das mental stärkt. Kettlebells fördern Ausdauer und Koordination; sie verlangen Einsatz. Sie schulen die Willenskraft und sorgen für einen wachen Geist. Bild (Naomi Lawrence), Flyer Front (Naomi Lawrence), Flyer Rückseite (Naomi Lawrence).

AmorDie ukrainische Gesellschaft tut sich schwer mit Lesben, Schwulen und Transgender. Ausgrenzung und Hass gehören zum Alltag; die Menschen wissen zu wenig über die gleichgeschlechtliche Liebe. Das Zeichnen hat der jungen Hanna Zhytar geholfen, ihre düsteren Gedanken zu vertreiben. „Ich war so wütend auf meinen Vater und verbrachte die ganze Nacht damit, mir zu sagen, dass mich nie wieder jemand so verletzen würde. Und am Morgen stellte ich fest, dass es mir besser ging, weil ich gezeichnet hatte. So wurden schwarze Tinte und Papier zu meinen besten Freunden“, sagt sie heute. Zhytars Graphik-Ausstellung Feeling blue in black and white zeigen auf den ersten Blick undurchdringliche Muster, psychodelisch anmutende Figuren. Im Labyrinth aus Symbolen und Wörtern erzählt sie von ihrem Leben. Bild (Hanna Zhytar), Flyer (Naomi Lawrence)

Lorenz KloskaLorenz Kloska ist ein geduldiger Mensch. Der Filmemacher, Schwerpunkt Dokumentationen, lebt in München offen schwul und hat viel Zeit in russischsprachigen Ländern verbracht. Als das Land im Sommer 2013 das Propaganda-Gesetz einführte, das jedwede positive Information über Homosexualität verbietet, war Kloska tief erschüttert. Den Plan, einen Film über die Lage der LGBT-Community in Russland zu machen, hat er allerdings bald aufgegeben. Bald entstand die Idee, das Schicksal ukrainischer LGBT-Aktivistinnen und -Aktivisten zu dokumentieren. Denn auch in der Ukraine liegt dem Parlament ja nach vor ein Gesetzentwurf vor, der dem russischen Vorbild folgt und so genannte Gay Propaganda verbieten will. Alles über den Film Raus aus dem Schatten steht im Flyer (Lorenz Kloska).

Kein Recht, sie selbst zu sein. Grafik: Frank ZuberIm Herbst spielt die ukrainische Lesbenbewegung eine zentrale Rolle im Münchner Kulturleben. Rund um die Foto-Ausstellung Kein Recht, sie selbst zu sein von Natalia Roi (Flyer, Poster; Frank Zuber) beleuchtet ein umfassendes Rahmenprogramm die Situation der ukrainischen Lesben wie die Situation der sexuellen Minderheiten im Land allgemein. Vom 26. September 2014 bis 22. Oktober 2014 laden CSD München, Munich Kiev Queer, New Wave, LeTRa, Sub, Arbeitsforum Ukraine, die Stelle für Internationale Angelegenheiten der Landeshauptstadt München, das Kulturreferat der Stadt München und LesKult zu Vernissage, Vortrag, Podium und Film. Mehr Informationen gibt es hier. Im Zentrum steht Rois Portrait-Kunst. Die Fotografin inszeniert Lesbenpaare und Single-Frauen, die sich in einer homophoben Gesellschaft eingerichtet haben. „We love each other, but we have no right to show our feelings in public“, sagen zum Beispiel Oksana und Zhenja. Kein leichtes Leben. Die porträtierten Frauen haben keine Möglichkeit, in der Ukraine öffentlich über ihre Probleme und Sorgen zu sprechen. Aber sie wollen nicht still halten.

Lift me up!Der Herbst wird sportlich. Team München und Munich Kiev Queer bieten an fünf Samstagen Intensiv-Workshops für die Trendsportart Kettlebells mit Weltmeisterin Olena Semenova an. Motto: Lift me up! Das Event ist Teil der Szenekooperation zwischen den Münchner und Kiewer LGBT-Gruppen, die seit zwei Jahren besteht. Munich Kiev Queer koordiniert diese Zusammenarbeit. Mit politischen Aktionen, Kultur-Events, einem fachwissenschaftlichen Austausch und Öffentlichkeitsarbeit versuchen beide Seiten, die Menschenrechtssituation für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in beiden Ländern zu verbessern. Olena Semenova führt die Teilnehmer*innen in den Sport ein und entwickelt dann einzelne Trainingsmethoden. Für jede/n springt am Ende ein Ganzkörpertraining raus, das Tag für Tag angewendet werden kann. Mit nur 20 Minuten täglich können Frauen und Männer ein funktionales Ganzkörpertraining absolvieren; effizienter geht es nicht. Die Kurse sind geeignet für Personen jedes Alters. Zum Flyer (Naomi Lawrence)

Putin-Aktion am Woronzow-PalaisNicht zum ersten Mal ist Munich Kiev Queer mit Projekten außerhalb Kiews unterwegs. Die Ausstellung „Sie war ganz schlimm schön“ (Barbara Stenzel) von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hing schon in Kherson; die Bilder der Ausstellung Gay Propaganda von Naomi Lawrence waren jüngst in Toronto beim World Pride zu sehen. Auf Einladung der Gay Alliance Ukraine, der größten LGBT-Organisation des Landes, hat die Künstlerin Naomi Lawrence die Ausstellung Gay Propaganda nun nach Odessa gebracht; die Frauen-Rockband Sally Rides aus München spielte dazu. Parallel haben Naomi Lawrence und die Musikerin Barbara Lux zwei Workshops angeboten. Daraus sind Aktionen entstanden. Bild Putin-Aktion 1 (Conrad Breyer), Bild Putin-Aktion 2 (Conrad Breyer), Bild Odessa-München-Aktivist*innen (MKQ).

Rechts-Radikal?Die Bilder aus Paris sind noch gegenwärtig. Monatelang demonstrierte die Manif pour tous mit ihren Tausenden Anhängern gegen die Öffnung von Ehe und Adoption für gleichgeschlechtliche Paare; am Ende schlugen die Proteste in Gewalt um. In Stuttgart gingen immer samstags Menschen auf die Straße, um gegen einen Bildungsplan zu kämpfen, der die sexuelle Vielfalt in den Schulen des Landes zum Thema machen sollte. In Kiew sammelten sich die Gegner des geplanten Antidiskriminierungsgesetzes auf öffentlichen Plätzen und skandierten: „Mama, Papa, me – happy family“. Gender-Expert*innen und Menschenrechts-Aktivist*innen aus Frankreich, Deutschland, der Ukraine und Weißrussland debattieren am Dienstag, 15. Juli, um 20 Uhr im Sub in der Müllerstraße 14 über das Phänomen Rechts-radikal? Alte Werte im neuen Gewand – wie Europas Rechte gegen LGBT mobil macht. Flyer (Frank Zuber), Bild von der Parade (Horst Middelhoff), Bild mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (Conrad Breyer).

Für unsere und Eure Freiheit! Flashmob zum KyivPride.Die Enttäuschung war groß, als die Veranstalterinnen und Veranstalter am Freitagabend vor die versammelte Menge traten, um den geplanten „March of Equality“, den Höhepunkt der KyivPride-Woche, abzusagen. Auch Sicherheitsgründen könne die Polizei die Veranstaltung nicht schützen, hieß es. Im Land herrscht Bürgerkrieg, die Staatsgewalt ist tatsächlich schwach. In der Stadt Kiew kursieren überdies Tausende Waffen, die während der Maidan-Bewegung verschwunden sind. Gewaltbereite Gegner, so die Polizei weiter, hätten angedroht, den für Samstag, 5. Juli, geplanten Marsch, anzugreifen. Stattdessen haben LGBT-Aktivist*innen am Samstag vor dem Denkmal der Völkerfreundschaft, das der Verbindung zwischen Russland und der Ukraine gewidmet ist, spontan einen Flashmob veranstaltet. Bilder vom Flashmob – mit Aktivist*innen aus München (Conrad Breyer), mit Stadträtin Lydia Dietrich (Conrad Breyer). Bild von der Protest-PK der Kiewer Aktivist*innen (Conrad Breyer).

 

Love NoLawWir alle kennen und lieben sie: Batman und Wickie, A-Hörnchen und B-Hörnchen, Lolek und Bolek. Sie waren und sind Helden unserer Kindheit. In ihrer Ausstellung Gay Propaganda – Wie schwul ist Batman setzt die Münchner Künstlerin Naomi Lawrence in Deutschland und in der Ukraine bekannte Comic-Figuren in einen neuen Kontext. Mit viel Humor, kritischen Worten und in überraschenden Szenen hinterfragt sie deren heterosexuelle Orientierung. Denn selbstverständlich liebt Batman Frauen – oder etwa nicht? Und ist Wickie, der schlaue Häuptlingssohn nicht doch ein Mädchen? Naomi Lawrence stellt Geschlechterrollen in Frage. Die Ausstellung wird am 14. Februar 2014 um 19.30 Uhr gleichzeitig in Kiew und in München im Beisein der Künstlerin eröffnet. Bild Gay Propaganda 1, Bild Gay Propaganda 2, Bild Gay Propaganda 3, Bild Gay Propaganda 4. Flyer

 

K-oloursMehr als Silhouetten gibt es nicht zu sehen. Die aber sind recht farbenfroh – ausgefüllt mit den Farben Kiews, den K-olours aus Blättern, Blüten, bunten Bauten, Licht. Der Kiewer LGBT-Aktivist Stanislaw Mischtschenko hat einmal mehr die Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender seiner Heimatstadt fotografiert. Die Bilder hängen vom 25. Januar bis inklusive 16. Februar 2014 in der Münchner Glockenbachwerkstatt in der Blumenstraße 7. Die Vernissage findet am 25. Januar um 19 Uhr statt – mit einer Ansprache der Stadträtin Lydia Dietrich und Musik der Münchner Frauen-Rockband QueenBaba. Bild K-olours 1, Bild K-olours 2, Bild K-olours 3, Bild K-olours 4, Bild K-olours 5.

Olena Semenova

Nach dem Erfolg 2012 bietet die ukrainische Profi-Trainerin Olena Semenova in diesem Jahr am 16./17. November 2013 spezifische Kettlebell-Kurse an – und zwar für Einsteiger und Fortgeschrittene, Männer wie Frauen. In kleinen Gruppen geht Semenova auf die Bedürfnisse jeder/s Teilnehmers/in ein. Die ukrainische LGBT-Aktivistin von Munich Kiev Queer spricht mit ihrem Profi-Training gezielt Lesben, Schwule und Transgender der Münchner Szene an. Kugelhanteln sind nicht nur gut für Muskelaufbau, Fettverbrennung und Kreislauf. Wer sich ihrer bedient, schult auch die Körperwahrnehmung. Kettlebells sind keine bloßen Hanteln. Sie verfügen oben über einen Henkel, an dem sie sich festhalten lassen. Und dieser Henkel macht den Unterschied: Die Kugelhantel wird mit der Hand gehalten, aber bewegt wird sie von den großen Muskeln unseres Körpers, der Rücken- und Beinmuskulatur. Mit dieser kleinen Kugel lässt sich so in nur einer einzigen Übung fast die gesamte Körpermuskulatur trainieren. Das ist das ganze Geheimnis. Zum Bild (Kira Schawtschenko)

Putin-MedwedjewTo Russia with Love – München macht Propaganda – und zwar gegen Russlands Propaganda-Gesetze. Am Europaplatz demonstrieren am 8. September 2013 mit einem Kiss-in nicht nur Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender gegen die menschenverachtende und homophobe Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putins. Die Schauspielerin und Sängerin Maria Maschenka singt Herrn P. ein stürmisches Ständchen. Das russische Parlament, die Staatsduma, hat im Juni 2013 ein Gesetz gegen so genannte Gay Propaganda verabschiedet. Offiziell darf nun niemand mehr positiv über Homosexualität informieren. Das gilt eigentlich immer nur dann, wenn Kinder anwesend sind. Faktisch unterbinden die Behörden damit aber jedwede Information über das Phänomen – weder in den Medien noch in der Öffentlichkeit darf mehr berichtet werden. Übergriffe auf Lesben, Schwule und Transgender häufen sich seitdem. Zum Bild (Naomi Lawrence). Zum Flyer (Horst Middelhoff).

Naomi Lawrence hat sich zum diesjährigen Münchner CSD etwas ganz Schwules StrassenfestBesonderes einfallen lassen. Am Samstag, 13. Juli, fährt die offen lesbische Künstlerin mit einem Anti-Putin-Panzer durch die Straßen. Sie macht damit auf die Missstände in der russischen Politik aufmerksam. Zum Bild (Conrad Breyer). Die Kiewer Aktivist*innen laufen zur gleichen Zeit an der Spitze der Politparade. Zum Bild (Conrad Breyer). Sein Revival erlebt Herr P. zum Hans-Sachs-Straßenfest am 17. August 2013. Die Gäste werfen dem Hohlkopf Wunsch-Objekte mit Worten wie „Weisheit“, „Glaube“ und „Liebe“ ein. Wer trifft, verbessert die Welt und bekommt einen Button mit Maskottchen MucKi (Munich-Kiev). Zum Bild (Naomi Lawrence). Zur Postkarte mit den Spielregeln (Horst Middelhoff). Zur Action mit Herrn P. (Gregor Feindt).

 

PPride but not proudride but not proud – Zur Podiumsdebatte im Sub am 9. Juli 2013 hat Designer Frank Zuber mit dem Foto von Delegationsmitglied Miriam Distler eine Postkarte entworfen, die das historische Moment des gelingenden March of Equality auf den Punkt bringt. Der Pride tanzt.  Zur Postkarte. Zuvor haben fast sämtliche Münchner LGBT-Gruppen eine Kooperationsvereinbarung mit ihren Kiewer Freund*innen unterzeichnet. Zum Bild (Bernd Müller)

Bürgermeister Hep Monatzeder und Stadträtin Lydia Dietrich nehmen am KyivPride in Münchens Partnerstadt Kiew teil (25. Mai 2013). Weitere Bilder auf Anfrage. Zum Bild (Conrad Breyer)

Die Münchner KyivPride-Delegation umringt Stadträtin Lydia Dietrich. Von links: Naomi Lawrence, Barbara Lux, Bob Henderson, Miriam Distler, Thomas Lechner, Bernd Müller, Alex Distler, Conrad Breyer, Lydia Dietrich, Stephan Schoeneich, Wieland Arndt, Harald Bayer, Maik Manschitz und Johannes Träumer. Zum Bild (Alex Kluge).

Postkarte - Gemeinsam für mehr DemokratieAm 27. Juni 2013 debattieren Expertinnen und Experten aus der Ukraine und Deutschland im Rathaus. Thema: “Gemeinsam für mehr Demokratie – ein Blick auf die Ukraine und die Perspektiven der Städtepartnerschaft München – Kiew”. Zur Postkarte (Frank Zuber)

Die Münchner Szene sammelt für den KyivPride Geld. Den Veranstalter*innen fehlen plötzlich Mittel, weil sich einige Finanziers zurückgezogen haben. 2000 Euro gehen nach Kiew. Naomi Lawrence und Horst Middelhoff entwerfen das Maskottchen „MucKi“ (Munich-Kiev), das fortan das Signet der Kontaktgruppe ist. Zur Postkarte (Horst Middelhoff)

Münchens Oberbürgermeister Christan Ude empfängt den LGBT-Aktivisten Stanislaw Mischtschenko aus Kiew in seinem Büro (17. Januar 2013). Zum Bild (Kai Gugel)

Plakat_A4_WebAm 13. Januar 2013 präsentiert der LGBT-Aktivist Stanislaw Mischtschenko seine Foto-Ausstellung K-People im Sub. „K-People – Queeres Leben in Kiew“ zeigt Portraits von Lesben, Schwulen und Transgender in der Ukraine. Zur Pride Week am 12. Juli 2013 ist die Lomo-Kunst auch im Landtag zu sehen. Weitere Bilder gerne auf Anfrage und hier. Zum Poster (Frank Zuber)

Die Spitze der CSD-Parade im Juli 2012 bilden Olena Semenova, Taras Karasyitschuk und Stanislaw Mitschtschenko (v.l.) neben Bürgermeisterin Christine Strobel und Stadtrat Thomas Niederbühl. Im Sommer vergangenen Jahres hat alles begonnen. Zum Bild (Erwin Harbeck)

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