Queeres Kino trifft auf Achtsamkeit

Im Rahmen des Queer Film Festivals München (QFFM) lädt die ukrainische Filmregisseurin und Kulturwissenschaftlerin Anastasiia Nizamova am 17. Oktober zu einem Workshop. In dem experimentellen Format „When Queer Cinema meets Mindfulness“ verbindet die in München lebende Künstlerin Achtsamkeitsübungen mit Filmtheorie und Elementen des „Slow Cinema“, um Film, Zeit und Sehgewohnheiten neu erfahrbar zu machen.

Immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen begleiten unseren Alltag und unsere Sehgewohnheiten. Nach dem Formalisten Viktor Shklovsky stumpfen die Gewohnheiten unsere Wahrnehmung ab: Wir sehen die Welt nicht mehr, wir erkennen sie nur noch automatisiert.

Das Vertraute unvertraut machen

Die Kunst dagegen hat die Aufgabe, uns aus diesem Autopiloten zu reißen, indem sie das Vertraute unvertraut macht, um uns die „Empfindung des Lebens“ zurückzugeben. Genau hier treffen sich Filmtheorie und Achtsamkeitspraxis im Kino.

Anastasia Nizamova greift diese Idee in ihrem experimentellen Format „When Queer Cinema meets Mindfulness“ auf und verbindet meditative Praktiken mit der Praxis des Schauens. Mittels Übungen und Elementen des „Slow Cinema“ lädt sie dazu ein, Film, Zeit und Sehgewohnheiten noch einmal neu wahrzunehmen.

Queer Mindfulness von Marcis Berzins Unsplash

Anastasia Nizamova ist eine ukrainische Filmregisseurin und Kulturwissenschaftlerin. Sie hat einen Masterabschluss in Kulturwissenschaften von der Nationalen Universität in Odesa, wo sie ihre Abschlussarbeit über die Interpretation von Realität im postmodernen Kino schrieb.

Nach einer Ausbildung am Cinema Studio Odesa führte sie Regie bei einigen Kurzfilmen. Seitdem sie in Deutschland lebt, hat sie unter anderem mit den Münchner Kammerspielen, Kalekone Film, der HFF München, Recycled TV und den Hofer Filmtagen gearbeitet.

When Queer Cinema meets Mindfulness
Wann Samstag, 17. Oktober 2026, 14.00 bis 15.30 Uhr
Wo Seidlvilla, Nikolaiplatz 1B, 80802 München
Tickets 11 bis 13 Euro
Veranstaltet von Munich Kyiv Queer, QFFM, CSD München, Kulturreferat der Stadt München

So könnt Ihr helfen

EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer die Menschen in der Ukraine, die in Not oder auf der Flucht sind. Denn nicht alle sind an ukrainische LGBTIQ*-Organisationen (s.u.) angebunden. Die Hilfe ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr auf PayPal die Option „Für Freunde und Familie“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, Sprecher Munich Kyiv Queer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

Wir helfen unsere Freund*innen und Partnern. Alle Gesuche aus der Community werden in Zusammenarbeit mit unseren queeren Partner-Organisationen in der Ukraine akribisch geprüft. Können sie selbst helfen, übernehmen sie. Übersteigen die Anfragen die (finanziellen und/oder materiellen) Möglichkeiten der LGBTIQ*-Organisationen, sind wir gefragt.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschand an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

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