Ausstellung: „Jugend“
Ilya Vdovkin lebt erst seit wenigen Monaten in Deutschland. Sein Leben in der Ukraine war geprägt von harter Arbeit und Queer-Feindlichkeit. In Deutschland will er noch einmal ganz neu anfangen. Seine Vision von einem glücklichen Leben zeigt die Ausstellung „Jugend“, die wir im Schwul-Queeren Zentrum Sub vom 1. April an präsentieren. Zur Vernissage kommt der Künstler selbst.
In der Ukraine träumte Ilya davon, Mode-Designer zu werden; die Umstände aber machten ihn zum Schweißer. Die Homophobie, die er als queerer Jugendlicher in seinem Betrieb erlebte, hat ihn gebrochen. Er fing an, sich für seine Homosexualität zu hassen.
2025 floh Ilya vor dem Krieg nach Deutschland. Hier hat er viele queere Freund*innen gefunden, die ihm dabei halfen, neu anzufangen und seinen Traum von der Kunst zu leben. „Deutschland fühlt sich für mich wie ein Zuhause an, nicht wie die Ukraine, wo ich nur schlechte Erinnerungen habe.“ Er träumt davon, sich als Künstler und Modedesigner zu zu etablieren. „Das ist mein Traum von Kindheit an.“



Zum allerersten Mal präsentiert er seine Werke nun vor Publikum. In der Ausstellung „Jugend“, die aus zwölf digitalen Zeichnungen besteht, beschreibt der heute 18-Jährige, wie er die Liebe zwischen jungen Männern sieht.
Seine Bilder wirken romantisch und unschuldig, doch steht hinter jedem Motiv eine tiefe Sehnsucht nach den Momentaufnahmen des Glücks, die Liebende im Alltag miteinander teilen. Ilya sagt: „Unsere Liebe ist keine Perversion, sondern Ausdruck unseres Menschseins. Danach sollten wir alle streben dürfen.“
Ilya hat sich das Zeichnen in seiner Jugend selbst beigebracht, ohne Kunstschule, ganz allein. Mit Procreate entstehen die Arbeiten auf dem iPad komplett aus seinemKopf, ohne Vorlagen. Manchmal verwendet er Hintergründe, um die Perspektive besser zu verstehen, aber im Grunde zeichnet er alles selbst.
Ausstellung Jugend
Wann 1. bis 30. April 2026
Vernissage Mittwoch, 1. April 2026, 19.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
Wo Schwul-Queeres Zentrum Sub, Müllerstraße 14
Veranstaltende Munich Kyiv Queer, CSD München, Kulturreferat der Stadt München
So könnt Ihr helfen
EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer die Menschen in der Ukraine, die in Not oder auf der Flucht sind. Denn nicht alle sind an ukrainische LGBTIQ*-Organisationen (s.u.) angebunden. Die Hilfe ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr auf PayPal die Option „Für Freunde und Familie“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, Sprecher Munich Kyiv Queer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.
Alle Gesuche aus der Community werden in Zusammenarbeit mit unseren queeren Partner-Organisationen in der Ukraine akribisch geprüft. Können sie selbst helfen, übernehmen sie. Übersteigen die Anfragen die (finanziellen und/oder materiellen) Möglichkeiten der LGBTIQ*-Organisationen, sind wir gefragt.
HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschland an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier
VULNERABLE GRUPPE Und hier erfahrt ihr, warum gerade queere Menschen im Krieg unsere Unterstützung brauchen.
Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen
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