Munich Kyiv Cabaret: Iconic Edition

Unsere Charity Drag Show ist zurück – dieses Mal in der Iconic-Version. Für den guten Zweck treten am 27. Februar 2026 im Theater Drehleier zehn Drag Artists, Burlesque-Künstler- und Sänger*innen, Comedians und ein Magier auf. Sie alle verzichten auf ihre Gage; die Eintrittspreise kommen queeren Kriegsopfern in der Ukraine zu Gute. Um 20 Uhr geht’s los. Besorgt Euch jetzt die Tickets

Markus Laymann, der Münchner Conférencier und Wirklichkeitsverkäufer, präsentiert mit Samantha Jackson, Bayerns erster, einziger und wahrer Drag Queen aus der Ukraine, am Abend des 27. Februar Künstler*innen aus ganz Europa. Sie alle haben sich zusammengetan, um mit einem unterhaltsamen Cabaret-Abend LGBTIQ* in und aus der Ukraine zu unterstützen – Ihr kennt das schon. Eine extravagante Show mit Drag, Musik, Burlesque, Magie und Comedy. Nur treten dieses Mal besonders viele Stars auf.

Das sind unsere Hosts

Die ukrainische Drag-Botschafterin Samantha Jackson aus Odesa hat eine große Bühnenpräsenz, ein großes Herz und eine noch größere Stimme. Alles an ihr ist groß. Vor allem die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat, die sie des Krieges wegen verlassen musste. Mit ihren Songs erinnert sie an die Ukraine.

Man spürt die Liebe zu ihrem Land in jeder Note ihrer Lieder. Sie tritt für Freiheit ein, für Gleichheit. Und dafür kann Samantha sich mit ihrer ganzen Kunstgewandtheit einbringen, denn ihr Gesang ist unglaublich vielseitig. Sie beherrscht Oper, Pop, Jazz, Rock und andere Musikgenres. Samantha sagt: „Alle Menschen auf dieser Welt verdienen es, frei zu wählen, wen sie lieben, und zu sein, wer sie sind.“

Wirklichkeitsverkäufer Markus Laymann ist ein Missionar des intelligenten Entertainments. Deshalb ist der Stil seiner Zauberprogramme auch eher kabarettistisch als ernsthaft magisch.

Im Vordergrund steht immer die Unterhaltung, das Entertainment für die Zuschauer*innen. In Zeiten, in denen es für den aufgeklärten Gast keine Wunder mehr gibt, ist es wichtiger, ihn direkt anzusprechen, ihn zum Lachen oder Nachdenken zu bringen oder zu überraschen. It’s magic!

Und das sind ihre Gäste

Vlad Koval bringt es auf 24 Jahre Tanzerfahrung und sechs Jahre High Heels. Der Mann ist in der Ukraine ein Megastar. Der Tänzer und Choreograph war einst Mitglied der ukrainischen Popgruppe Kazaky, die schon mit Madonna performte.

Er hat bis heute mehrere ukrainische Tanzcamps moderiert, war Jurymitglied bei zahlreichen Wettbewerben, hatte Auftritte in den populärsten Fernsehsendungen, darunter in „Dancing with the Stars“, „Lip Sync Battle“ und den „M1 Music Awards“. Vlad arbeitete mit internationalen Top-Künstler*innen wie Todrick Hall, Dorofeeva, Max Barskih, NK, Dantes und anderen.

Sie ist eine Legende der ukrainischen Drag-Szene, eine Künstlerin, die eine ganze Ära geprägt hat. Der Name Dana National ist verknüpft mit den Anfängen der Drag-Kunst in der Ukraine; bis heute ist sie dort eine Ikone. Im Fernsehen, auf internationale Tourneen, Filmen und mit Musikvideos wie dem von Hurts („Beautiful Ones“) ist sie bekannt geworden.

Bei ihren Auftritten geht es nicht um Genres oder Konventionen, sondern um Präzision. Jeden Auftritt arbeitet sie sorgfältig aus, schauspielerisches Können und Musikalität kommen zusammen. So schafft sie eine intensive Nähe zu ihrem Publikum. Dana National wechselt mühelos Stimmung, Energie und Rhythmus. Ihr Stil balanciert zwischen Glamour, Kühnheit und scharfer Selbstironie.

Dana National ist eine Künstlerin, die sich nicht erklärt oder gar an Erwartungen anpasst. Sie gibt den Ton an, bricht mit Mustern und schafft einen Raum, in dem ihre Kunst frei für sich selbst spricht.

Olena Vyshnevska lebt seit drei Jahren in Wien. Der Krieg hat sie aus Odesa nach Österreich gebracht. Die Mezzosopranistin, die in ihrer Heimatstadt in der Ukraine als Solistin der Regionalphilharmonie, am Opernhaus und als Pädagogin für Sologesang der Staatlichen Musikakademie gearbeitet hat, tritt weiter als Sängerin auf und reist dafür durch ganz Europa. Sie hat für ihre Kunst international zahlreiche Preise gewonnen.

Bei unseren Drag Shows ist Olena schon häufig aufgetreten, zuletzt sogar in Drag. Sie ist Samanthas ehemalige Gesangslehrerin.

Als Teilnehmer der TV-Show „X-Factor“ wurde Maksym Svirenko in der Ukraine bekannt, wo er mit seinem Charisma und seinen mutigen Interpretationen auffiel. Der Sänger aus Berdytschiw gilt als Vertreter der jungen Künstlergeneration der Ukraine.

Sein Schaffen vereint Jaz-Elemente mit tiefer Emotionalität und einer starken Bühnenpräsenz. Maksym ist in der Ukraine sowie im Ausland vielfach aufgetreten, begleitet meist von Jazz- oder Blasorchestern, was seinen Konzerten stets einen unverwechselbaren Klang verlieh.

Seine künstlerische Philosophie formuliert er so: „Ich werde jeden Tag neu geboren, um der Welt einen Teil von mir zu schenken.“ Das setzt er auf der Bühne immer wieder um. Jeden Auftritt macht er für das Publikum so zu einem persönlichen Erlebnis.

Randy Karma stand erstmals im November 2025 auf der Bühne und ist einer der drei berüchtigten Brüder von Burlesque Baby Candy Karma. Als Drag King verkörpert er toxische Männlichkeit, fragwürdige Moralvorstellungen und ein Selbstbewusstsein, das seinesgleichen sucht.

Perry Stroika tut seltsame Dinge und rhinestoned seine Unterwäsche. Der Münchner Drag King bewegt sich ästhetisch irgendwo zwischen Camp und Campingplatz-Besitzer. In seinen Performances möchte er den Leuten gerne die alberne Seite von Männlichkeit näherbringen.

Konstanz‘ beste Queen 2025 heißt Etherexia. Sie ist ungeschlagen, weil sie schlicht keine Konkurrenz in dem kleinen Bodenseestädtchen hat, wie sie selbstironisch sagt. Dafür hat sie slaying hips & shaking tits.

Nenn‘ sie verrückt, wenn du magst, aber Etherexia mochte noch nie Pesto aus dem Supermarkt. Inspiriert von bulgarischen Müttern und Olya Poliakova bringt sie ein einzigartiges Maß an Cuntiness in ihre Clownerie.

Etherexia. Foto: privat

Und last but not least

Für eine tadellos aufgeräumte Bühne sorgt Drag King Herr Schaftlich. Herr Schaftlich ist wie der nette Nachbar von nebenan: Er würde dir jederzeit seine Eier leihen. Am 27. Februar aber räumt er für uns einfach die Bühne auf.

Herr Schaftlich. Foto: Verena Gremmer

Munich Kyiv Cabaret ist ein Charity-Abend für queere Kriegsopfer. Die Künstler*innen verzichten alle auf ihre Gage; der Eintritt kommt ukrainischen LGBTIQ* zu Gute, die in Not sind oder auf der Flucht. Am Eingang erwartet Euch am Infodesk das Team von Munich Kyiv Queer, um all Eure Fragen zu beantworten.

Munich Kyiv Cabaret Benefiz-Abend zugunsten von Munich Kyiv Queer
Wann Freitag, 27. Februar 2026, 20 Uhr; Einlass ab 18.30 Uhr
Wo Drehleier, Rosenheimer Straße 123
Tickets 29/25 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren, KAUFEN
Veranstaltende Munich Kyiv Queer, Drehleier

So könnt Ihr helfen

EINZELFALLHILFE Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer die Menschen in der Ukraine, die in Not oder auf der Flucht sind. Denn nicht alle sind an ukrainische LGBTIQ*-Organisationen (s.u.) angebunden. Die Hilfe ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr auf PayPal die Option „Für Freunde und Familie“ wählt. Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer, Sprecher Munich Kyiv Queer, IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

Alle Gesuche aus der Community werden in Zusammenarbeit mit unseren queeren Partner-Organisationen in der Ukraine akribisch geprüft. Können sie selbst helfen, übernehmen sie. Übersteigen die Anfragen die (finanziellen und/oder materiellen) Möglichkeiten der LGBTIQ*-Organisationen, sind wir gefragt.

HILFE FÜR LGBTIQ*-ORGANISATIONEN Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet. Ihm gehören um die 40 LGBTIQ*-Organisationen in Deutschland an. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen brauchen. Spendet hier

VULNERABLE GRUPPE Und hier erfahrt ihr, warum gerade queere Menschen im Krieg unsere Unterstützung brauchen.

Fragen? www.MunichKyivQueer.org/helfen

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