Träume von harten Kerlen. Wie Putins Krieg in der Ukraine die militarisierte Männlichkeit reaktiviert!

Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar markiert nicht nur eine Zäsur in den russisch-westlichen Beziehungen, sondern Putins Krieg reaktiviert auch das alte Bild vom Mann als Soldaten. Putin führt einen Krieg, den er nicht Krieg nennen kann. Unter dem Vorspielen falscher Tatsachen rekrutiert Putin junge Männer als Soldaten für diese spezielle „Sonderoption“.

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In der Ukraine werden Männer zwischen 18 und 60 Jahren zur Landesverteidigung an die Waffen gerufen und dürfen das Land nicht mehr verlassen. Ein kritischer Blick auf den Diskurs über Putins Krieg zeigt: Die öffentliche Meinung ist nicht mehr ungebrochen, dass ein Mann sein Vaterland mit der Waffe wie ein Held zu verteidigen habe.

Soldat im Konflikt. Foto: Sander Sammy / Unsplash

Wir sprechen über die aktuelle Lage des Kriegs in der Ukraine, Männlichkeitsbilder in der politischen Kultur Russlands, ihre Rolle für die Stabilität von Putins Regime und den evidenten Rückfall in eine militarisierte Männlichkeit.

Markus Theunert (CH) ist 49 Jahre alt und lebt in Zürich. Er studierte Allgemeine Psychologie, Klinische Psychologie und Soziologie an den Universitäten Basel und Bern. Er ist Programmleiter bei MenCare Schweiz und Gesamtleiter bei männer.ch. In seiner Arbeit baut er Brücken zwischen Feminismus, Gender Studies, Männerarbeit und Männeremanzipation.

Im Auftrag für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat er die Strategie für den Einbezug von Jungen und Männern in die Gleichstellungspolitik erarbeitet. Kürzlich veröffentlichte er den Aufsatz „Sie träumen schon wieder von harten Kerlen“.

Alex Belopolsky ist 36 Jahre alt und wurde in Kharkiv in der Ukraine geboren. Seit 2013 lebt und arbeitet Belopolsky in Deutschland als freie*r Journalist*in und Medienexpert*in.

Belopolsky schrieb u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Tagesspiegel und beschäftigt sich mit den Themen Kultur, Identität und Gender. Seit 2020 ist Belopolsky Mitglied der Initiativgruppe Munich Kyiv Queer und engagiert sich für die Rechte der ukrainischen LGBTIQ*.

Dr. des. Simon Primus ist 35 Jahre alt, Politikwissenschaftler und Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Stabilität von Diktaturen und Demokratien, sowie Bedingungen und Hindernissen für einen Regimewechsel.

Er ist zudem Vorstand beim Verein Commit e.V. München, und hat hier in den letzten Jahren zahlreiche Projekte der globalpolitischen Bildungsarbeit mitgeplant und umgesetzt.

Stefan-Maria Mittendorf ist 53 Jahre alt, Kunsthistoriker, Kurator für zeitgenössische Kunst und hat seit 01.02.2022 die kommissarische Ausstellungsleitung an der Pasinger Fabrik inne.

Mittendorf kuratierte im Jahr 2018 die Ausstellung „Ukraine: Learning from a good neighbour“ und in 2019 „We are there, where we were going. A reserve look into tomorrow of Eastern Partnership Countries: Ukraine, Moldova, Georgia“. Beide Ausstellungen entstanden in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Ukraine in München.

Eine Benefizveranstaltung der Pasinger Fabrik GmbH in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert- Stiftung / Büro Bayern und Munich Kyiv Queer.

Wann: Mittwoch, 20. April, 20 Uhr
Wo: Pasinger Fabrik, Kleine Bühne, August-Exter-Straße 1, München
Eintritt: frei, Spenden willkommen
Kontakt: www.pasinger-fabrik.de
Veranstaltende: Pasinger Fabrik, Friedrich-Ebert-Stiftung / Büro Bayern, Munich Kyiv Queer

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