Patenprogramm

Die Queer Homes erstehen neu! Dank Münchens Szene. Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter* (LSBTI) aus der bayerischen Landeshauptstadt spendeten Mitte 2018 über 7000 Euro für die Wiedereröffnung zweier Queer Homes in Odesa und Krywyj Rih, die die Gay Alliance Ukraine aus Münchens Partnerstadt Kyjiw betreibt. Schon vor einiger Zeit musste die LSBTI-Organisation ihre Kommunikations- und Kulturzentren im ganzen Land wegen Geldmangels schließen. Munich Kyiv Queer wollte Abhilfe schaffen und setzt dafür nun ein eigenes Patenprogramm auf. Mach mit!

Sieben Queer Homes hatte die Gay Alliance Ukraine in den vergangenen Jahren etabliert. 2016/2017 war die Förderung aus dem Ausland dafür ausgelaufen und die engagierten Aktivist*innen, die sich in den Queer Homes engagiert hatten, standen plötzlich auf der Straße. Dabei waren diese Begegnungsstätten ein Erfolgsprojekt, weil sie so viele Menschen zu gemeinsamen, auch politischen Aktivitäten in ihrer Freizeit mobilisiert hatten, ehrenamtlich wohlgemerkt. So etwas gab es in der Ukraine bis dato gar nicht!

Umso wichtiger also, die hochmotivierten Aktivist*innen in ihre Zentren zurückzuholen. „Die Aktivist*innen vor Ort haben immer wieder betont, wie wichtig es für sie ist, Räume zu haben, in denen sie selbst ehrenamtliche Angebote machen können“, sagt Uwe Hagenberg, Sprecher von Munich Kyiv Queer. Er hatte die Idee für das Patenprogramm. Die Spannbreite reicht da von Beratungs-, Selbsthilfe- und Freizeitangeboten bis zur Vorbereitung politischer Aktionen.

Tu Gutes und sprich darüber!

Wer spendet, so die Idee, sollte die Möglichkeit bekommen, ein Queer Home mit seinem Namen als Sponsor zu unterstützen. „Realistischerweise wollen wir aber erstmal zwei dieser Zentren fördern, Odesa und Krywyj Rih“, sagt Hagenberg. „Denn zwar liegen die Jahresmieten für so eine Location in der Ukraine im Vergleich nicht gerade hoch, aber in der Folgezeit sollen die Queer Homes ja auch noch offen haben.“ Mittelfristig dürfte die Finanzierung der Queer Homes wieder von den Ukrainer*innen und ihren Geldgeber*innen übernommen werden.

„Es ist sehr wichtig für uns, den Wandel, der in diesem Land voll im Gange ist, aktiv voranzutreiben“, sagt Olena Ganich, Programmdirektorin der Gay Alliance Ukraine. „Die Community in München unterstützt uns dabei; es ist ein Akt der Solidarität und Freundschaft.“ Dank des Münchner Patenprogramms haben die LSBTI-Communitys in zwei ukrainischen Städten nun wieder einen sicheren Ort, an dem sie sich treffen und gemeinsam arbeiten können, um die Menschenrechtssituation für Lesben, Schwule, Bi-, Trans*- und Inter*-Personen in der Ukraine zu verbessern. Dafür ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

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