KRIEG IN DER UKRAINE – HELFEN

Unsere Freund*innen sind in Not. Viele Städte der Ukraine stehen unter Beschuss. Wir leisten Soforthilfe für Menschen, die in Not sind oder fliehen müssen. Es fehlt an allem!

Außerdem unterstützen wir die LGBTIQ*-Organisationen in der Ukraine, die noch arbeiten. Unter widrigsten Bedingungen betreiben einige von ihnen so genannte Shelter, in denen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen kurz- oder langfristig unterkommen, wenn sie Schutz suchen, sie Verpflegung, Ansprache und medizinische Versorgung brauchen.

Munich Kyiv Queer mit Gästen aus der Ukraine an der Spitze der CSD-PolitParade 2022

Spendenaktion 1: Einzelfallhilfen

Munich Kyiv Queer unterstützt mit einer eigenen, privaten Spendenaktion über www.paypal.me/ConradBreyer die Menschen in der Ukraine, mit denen wir in den vergangenen zehn Jahren eng zusammengearbeitet haben. Denn nicht alle sind an die ukrainischen LGBTIQ*-Organisationen angebunden (s.u.). Die Hilfe ist direkt, schnell und gebührenfrei, wenn Ihr die Option „Geld an einen Freund senden“ wählt.

Wer kein PayPal hat, kann alternativ an das Privatkonto von Conrad Breyer (Bild unten), IBAN: DE42701500000021121454, Geld schicken.

Wir helfen unsere Freund*innen und Partnern. Wir kennen sie persönlich und wir vermissen sie schmerzlich. VIDEO: Hier klicken

Conrad von Munich Kyiv Queer. Foto: Conrad Breyer

Munich Kyiv Queer ist allerdings eine lose Initiativgruppe, weshalb wir keine Spendenbescheinigung ausstellen. Dafür können wir unbürokatisch helfen. Fragen dazu? Schreib an info@MunichKyivQueer.org

Spendenaktion 2: Hilfe für LGBTIQ*-Organisationen

Wir haben zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine mitgegründet und eine Petition ins Leben gerufen.

Dem Bündnis gehören um die 40 LGBTIQ*-Menschenrechtsorganisationen in Deutschand an wie der LSVD, Quarteera, WostoQ-Regenbogen, Queer Amnesty, die Deutsche Aids-Hilfe, Trans*Recht, das Aktionsbündnis gegen Homophobie, die Schwulenberatung Berlin, AllOut und Munich Kyiv Queer selbst.

Sie alle haben ganz unterschiedliche Kontakte in die Ukraine und sind bestens vernetzt mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen verwenden. Spendet hier.

Jeder Beitrag hilft und wird zu 100 Prozent zweckgebunden eingesetzt. Hier bekommt Ihr auch Bescheinigungen.

Spendenaktion 3: Hilfe für Geflüchtete und Helfer*innen in München

Nicht zuletzt sammelt auch die Münchner Regenbogenstiftung für Geflüchtete, die bereits in München angekommen sind, und deren Helfer*innen. Denn die meisten engagieren sich hier ehrenamtlich und geraten schnell an ihre Grenzen. Auch dafür gibt es Spendenquittungen.

Spendenaktion 4: Unterkunft für queere Geflüchtete

„Home is where the heart is“, lautet ein englisches Sprichwort, aber ein Herz allein schafft noch kein Zuhause.

Wir kümmern uns darum und mieten mit dem Verein Munich Queer Homes, der unter dem Dach von Munich Kyiv Queer entstanden ist, je nach Verfügbarkeit Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen am freien Markt an und vermieten sie an Bedürftige weiter. Dafür kuratieren wir queere Wohngemeinschaften.

Denn LGBTIQ* brauchen als vulnerable, oft traumatisierte Gruppe geschützte Unterkünfte, um nicht etwa in Massenunterkünften auf homo- und transfeindliche Menschen zu treffen.

Noch bezieht der Verein keine Förderung, deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Wir müssen zum Beispiel Mieten und Kautionen vorstrecken, bis das Jobcenter einspringt. Spenden könnt Ihr hier. Gebt Eure Adresse an, dann gibt es eine Spendenbescheinigung.

  • Münchner Bank eG
  • IBAN DE16 7019 0000 0003 1425 66
  • Munich Queer Homes e.V.

Eure Spenden kommen an

Dass Euer Geld wirklich nützt, könnt Ihr hier selbst nachlesen. LGBTIQ*-Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, sowie Betroffene schicken uns regelmäßig Berichte darüber, wofür sie die Mittel einsetzen.

Regenbogenfamilie aus Schytomyr, unterstützt von Euch. Foto: privat

Berichte von NGOs

Erfahrungen privater Gastgeber*innen

Seit Beginn des Krieges haben viele LGBTIQ* die Ukraine verlassen und sind nach Deutschland gekommen. Das sind die Geschichten von Menschen, die privat Gäste beherbergen.

Gastgeber Stephan hat Leonid bei sich aufgenommen. Foto: Stanislav Mishchenko

Wie ist die Lage?

Vor Putins Armee haben viele LGBTIQ* Angst. Vielleicht habt Ihr gehört, dass die r*ssische Regierung so genannte Tötungslisten führen soll für aus deren Sicht Oppositionelle. Darunter dürften, sofern das stimmt, auch prominente Menschenrechts- wie LGBTIQ*-Aktivist*innen sein.

Wenn die r*ssische Armee, so fürchten sie, erstmal die Städte eingenommen hat, könnten die Besatzer gegen sie vorgehen. Schon jetzt berichten Aktivist*innen von Übergriffen. Sie alle fürchten ein zweites Tschetschenien, verstecken sich deshalb oder verlassen das Land.

Einige greifen aber auch selbst zur Waffe, um ihr Land zu verteidigen. Nicht alle überleben den Einsatz, wie das VIDEO unten zeigt.

In einer von r*ssland besetzten Ukraine wären die in den vergangenen Jahren erkämpften Freiheiten verloren. r*ssland bekämpft LGBTIQ*, wie Ihr wisst, seit 2013 mit dem Gesetz gegen so genannte Gay-Propaganda systematisch.

Und natürlich ist auch die freie Ukraine aller Fortschritte zum Trotz kein queeres Paradies. LGBTIQ* sind als Minderheit aufgrund von Diskriminierungserfahrungen in einer noch immer relativ homo- und transfeindlichen Gesellschaft oft traumatisiert und – obwohl die Akzeptanz gegenüber LGBTIQ* seit dem 24. Februar gestiegen ist – besonders schutzbedürftig.

  • LGBTIQ* können nicht unbedingtauf stabile Familienstrukturen zählen. Freund*innenkreise, oft die Wahlfamilie, sind in den Fluchtbewegungen häufig auseinandergerissen worden. Viele queere Menschen sind isoliert.
  • Sie sind erpressbar durch Zwangs-Outing, müssen, soweit noch vorhanden, um Job und Wohnung fürchten. Angst vor Übergriffen und Gewalt beherrschen den Alltag.
  • Nicht mal die eigene (gleichgeschlechtliche) Beziehung, geschweige denn die eigene (Regenbogen-)Familie werden in der Ukraine rechtlich anerkannt. Was zum Beispiel bei Verletzung oder Tod dazu führen kann, dass die Behörden Hinterbliebenen nicht informieren. Paare auf der Flucht riskieren, getrennt zu werden.
  • Männer* und als Männer gelesene trans* Personen dürfen, sofern sie zwischen 18 und 60 Jahre alt sind, die Ukraine der Generalmobilmachung wegen nicht verlassen. Sie haben, aufgrund von Jobverlust, auch oft kein Geld, um sich die Dokumente ad hoc ändern zu lassen. Viele verstecken sich in Schutzunterkünften.
  • Es gibt in der Ukraine aber nur wenige Shelter explizit für queere Menschen, die einige, wenige LGBTIQ*-Organisationen betreiben. In der Regel landen sie bei der Flucht in Unterkünften, in denen sich die Betroffenen nicht outen können oder sich verstecken müssen.
  • Die queere Infrastruktur mit ihren Beratungsangeboten in den Großstädten ist teilweise zerstört. LGBTIQ*-Organisationen arbeiten unter erschwerten Bedingungen.
  • LGBTIQ* haben besondere medizinische Bedürfnisse, brauchen etwa HIV-Medikamente oder Hormone.
  • Dazu kommen die patriarchalen, heteronormativen Strukturen in der Armee und der Territorialverteidigung. Sie können zur Herausforderung für queere Menschen werden, obwohl uns durchaus positive Berichte erreichen.

Einige fürchten nun eine Radikalisierung der Gesellschaft, die neue Gewalt gegenüber LGBTIQ* hervorbringen könnte. Viele hoffen aber auch auf mehr Zusammenhalt, da alle gemeinsam gegen den einen Feind kämpfen.

#standwithukraine #humanrights #lgbtiq #ukraine

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